Staatsanwalt: Keine neuen Erkenntnisse Totes Rastplatz-Baby aus Bakum hat einen Namen

Die Menschen in Bakum trauern um das tote Kind. Foto: dpaDie Menschen in Bakum trauern um das tote Kind. Foto: dpa

Bakum. Vor rund zwei Wochen wurde auf der Toilette des Rastplatzes Bakum-West an der A1 ein toter Säugling gefunden. Neue Erkenntnisse kann die Staatsanwaltschaft Oldenburg zwar noch nicht mitteilen. Doch das Kind ist nicht mehr namenslos.

Der tote Säugling, der vor einer Woche beigesetzt wurde, hat den Namen Johannes Gethsemane erhalten. Das berichtet Sabine Schlotmann vom Standesamt Bakum. Hintergrund der Namensgebung ist, dass kein namensloses Kind beerdigt werden darf. In Abstimmung mit dem Standesamt hat die Aufsichtsbehörde des Landkreises Vechta deshalb nach einem Namen gesucht.

Auf Johannes Gethsemane sei man gekommen, weil es ein ökumenischer Beisetzungsgottesdienst ein war. „Die katholische Kirche heißt St. Johannes Kirche, die evangelische Gethsemane Kirche“, erklärt Schlotmann, die den Namen sehr passend findet. „Gethsemane ist der Ort am Fuße des Ölberges, der für alle Nationen heilig ist. So wird keine Religion ausgeschlossen“, sagt sie. Außerdem habe Jesus am Abend vor seiner Kreuzigung dort in Todesangst zu Gott gebetet. Und das Baby habe mit Sicherheit ebenfalls Ängste ausgestanden.

Staatsanwalt Martin Rüppell von der Staatsanwaltschaft Oldenburg kann indes noch keine neuen Ergebnisse vermelden. „Es gibt noch keinen neuen Sachstand. Wir ermitteln weiter “, sagt er.

Der Säugling, der vor zwei Wochen tot auf dem Rastplatz an der A1 gefunden wurde, kam lebendig zur Welt , wie Ermittlungen ergeben haben.


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