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Knappe Entscheidung Jens Gieseke wird Europakandidat der CDU

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Viel Applaus nach der Wahl konnte der CDU-Europakandidat Jens Gieseke (am Rednerpult) entgegen nehmen. Foto: Manfred FickersViel Applaus nach der Wahl konnte der CDU-Europakandidat Jens Gieseke (am Rednerpult) entgegen nehmen. Foto: Manfred Fickers

Haselünne. Jens Gieseke wird für den CDU-Bezirk Osnabrück-Emsland in den Europawahlkampf ziehen. Beim Bezirksparteitag in Haselünne setzte er sich mit knapper Mehrheit gegen Benedict Pöttering durch, der gern seinem Vater Hans-Gert Pöttering nachgefolgt wäre, der 34 Jahre lang die Region im Europaparlament vertreten hat.

98 zu 104 lautete das Ergebnis, das der Bezirksvorsitzenden Mathias Middelberg nach der Vorstellung der Kandidaten und der geheimen Wahl bekannt gab. Ein Stimmzettel war ungültig. Der 29-jährige, aus Bad Iburg stammende Pöttering ist vom Bezirksausschuss der Jungen Union Osnabrück nominiert worden. Den 42-jährigen, aus Lathen stammenden und in Sögel wohnenden Gieseke hatten die emsländischen CDU-Kreisverbände Aschendorf-Hümmling, Meppen und Lingen ins Rennen geschickt. Middelberg kündigte „zwei sehr gut geeignete Kandidaten“ an.

In ihren Reden und der Fragerunde zeigten die Bewerber viel Übereinstimmung. Eine engere Vernetzung der Politik in der Region mit der Arbeit der Europäischen Union, Nutzung von Fördermöglichkeiten, Bürokratieabbau, Verbesserung der Infrastruktur und Unterstützung des Strukturwandels in den südeuropäischen Krisenstaaten wollen beide, ebenso sind sie gegen eine EU-Mitgliedschaft der Türkei. Unterschiede zeigten sich eher im Detail. Beide verfügen über reichlich Auslandserfahrung, aber Jurist Gieseke kennt Brüssel und Straßburg beruflich aus seiner Tätigkeit als Referent für Europaabgeordnete und Büroleiter der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen. Pöttering sprach sich für eine Beibehaltung der Flächenprämie für die Landwirtschaft aus, Gieseke sagte, dass die Landwirtschaft auf längere Sicht einen Subventionsabbau zu erwarten hat und man für einen gezielten Einsatz der Mittel sorgen muss.

Beide ernteten viel Beifall für ihre Reden von den 203 Delegierten aus Stadt und Kreis Osnabrück, dem Emsland und der Grafschaft Bentheim. Unmittelbar nach der Wahl rief Gieseke dazu auf, der Landespartei in Hannover Zeichen der Geschlossenheit zu senden. Denn am 30. November soll das Landeslistengremium bestimmen, wie die Plätze auf der CDU-Liste bei der Wahl zum Europaparlament am 25. Mai 2014 verteilt werden.


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