Anfang Oktober in Hannover 500000 werden zur Einheitsfeier erwartet

Freut sich auf das Einheitsfest Anfang Oktober: Ministerpräsident Stephan Weil. Foto: dpaFreut sich auf das Einheitsfest Anfang Oktober: Ministerpräsident Stephan Weil. Foto: dpa

Hannover. „Wir wollen eine würdige, fröhliche Feier und erwarten dazu ein volles Haus.“ Mit diesen Worten hat Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag auf den „Tag der Deutschen Einheit“ abgestimmt, der am 2. und 3. Oktober in Hannover veranstaltet wird. Gerechnet wird mit rund 500000 Gästen aus ganz Deutschland.

Den protokollarischen Höhepunkt der Großveranstaltung bildet am Freitag, dem 3. Oktober, nach einem ökumenischen Gottesdienst in der hannoverschen Marktkirche ein Festakt im Congress Centrum (HCC). Dazu sind 1500 Gäste geladen, darunter mit Bundespräsident Joachim Gauck, Bundestagspräsident Norbert Lammert, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesverfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle und Weil als amtierendem Bundesratspräsidenten die höchsten Repräsentanten des Staates. Die Festrede hält Merkel. Unter den Gästen sind auch zahlreiche Vertreter des Diplomatischen Korps.

Ab 11 Uhr findet jeweils am Donnerstag und Freitag im Bereich um das Rathaus und den Maschsee ein großes Bürgerfest statt. Neben einer „Niedersachsenmeile“, auf der sich das Gastgeberland präsentiert, gibt es eine „Ländermeile“ mit Darstellungen aller Bundesländer, einen Informations- und Unterhaltungsbereich von Bundesregierung, Bundesrat und Bundestag, eine „Blaulichtmeile“ mit Darbietungen von Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, THW und anderen Hilfsorganisationen, einen Kinderbereich und einen Sportsektor.

Dem Niedersachsen-Zelt sind laut Staatskanzlei vier zusätzliche Zelte angegliedert, in denen sich die Regionen Weser-Ems, Lüneburg, Braunschweig und Hannover gesondert dem Publikum präsentieren wollen.

Auf dem insgesamt 30 Hektar großen Gelände des Bürgerfestes sorgen rund 4000 Aktive für ein buntes Programm, das von zahlreichen Diskussionsrunden über kulinarische Spezialitäten bis hin zu musikalischer Unterhaltung reicht. Der NDR, Radio ffn und Antenne Niedersachsen präsentieren auf drei Bühnen bis jeweils spät in den Abend hinein Stars wie zum Beispiel Wingenfelder, Marquess, Maxim, Laith Al-Deen, Just Pink oder Kinderlieder-Sänger Volker Rosin. Der Eintritt ist jeweils kostenlos.

Zu dem Fest, das unter dem Motto „Vereint in Vielfalt“ steht, sind neben Bürgerdelegationen aus allen Bundesländern auch 100 Bürger aus Leipzig eingeladen worden. Dort war vor 25 Jahren mit den beherzten Montagsdemonstrationen der Fall der Mauer entscheidend eingeleitet worden.

„An die historische Leistung der Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler, an ihr Engagement und an ihren Mut wird in unterschiedlichster Weise erinnert. Diese Frauen und Männer stehen im Mittelpunkt der Feier. Ihnen gebührt unser aller Dank“, unterstrich Weil vor Journalisten.

Die Kosten für das zweitägige Fest bezifferte der Regierungschef auf rund 4,4 Millionen Euro. 2,6 Millionen Euro trägt davon das Land. Der Bund übernimmt lediglich 184000 Euro; der Rest wird von Sponsoren – allein eine Million Euro durch VW – aufgebracht. Weil zeigte sich entgegen anderen Berichten zufrieden mit dem Sponsorenaufkommen.

Am zweiten Tag des Festes wird Weil symbolisch die Würde des Bundesratspräsidenten an den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) übertragen, der dann für ein Jahr an der Spitze der Länderkammer steht. Traditionsgemäß wird dann auch der nächste Tag der Deutschen Einheit in Hessen stattfinden.


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