Polizei sucht Zeugen Totes Rastplatz-Baby: Spürhunde an A 1 im Einsatz

Die Polizei geht davon aus, dass das Baby auf der Rastplatz-Toilette zur Welt kam. Foto: nwm-tvDie Polizei geht davon aus, dass das Baby auf der Rastplatz-Toilette zur Welt kam. Foto: nwm-tv

Osnabrück. Es gibt noch immer keine Hinweise im Fall des toten Babys, das auf einer Raststätten-Toilette an der A1 gefunden worden ist. Die Polizei sucht jetzt mit Hunden und einem Hubschrauber nach weiteren Spuren.

Eine Autofahrerin hatte die Leiche am Dienstagmorgen im Toilettenbereich des Rastplatzes „Bakumer Wiesen West“ gefunden. Die Raststätte liegt in Fahrtrichtung Münster an der A1 zwischen den Anschlussstellen Vechta und Lohne/Dinklage.

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Die Suche aus der Luft und im Gelände fand bereits am Mittwoch statt, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg, Martin Rüppell, am Donnerstag gegenüber unserer Redaktion sagte.

„Eine heiße Spur haben wir aber nicht gefunden“, sagte Rüppell. Die Autopsie des Kindes hatte ergeben , dass es lebendig zur Welt gekommen war. Zur Todesursache wollten Polizei und Staatsanwaltschaft „aus ermittlungstaktischen Gründen“ weiterhin keine Angaben machen. Die Ermittler gehen aber nach wie vor davon aus, dass das Kind im Bereich der Toilettenanlage gestorben ist, sagte Rüppell. Das Kind soll schon vor Dienstagmorgen auf die Welt gekommen sein.

Ebenfalls aus ermittlungstaktischen Gründen wollte Rüppell zu den weiteren Ermittlungen nichts sagen. Lediglich, dass Staatsanwaltschaft und Polizei auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung hoffen, gab Rüppell bekannt. Wie viele Hinweise bisher eingegangen sind, sagte er nicht.

Zeugin nicht mehr ganz so wichtig

Eine zunächst dringend gesuchte Zeugin ist nach Angaben von Rüppell mittlerweile nicht mehr ganz so wichtig für die Aufklärung des Falles. Die Polizei hatte nach einer Frau mit blonden, schulterlangen Haaren, gesucht, die mit Jeans und Mantel bekleidet war.

Die Staatsanwaltschaft hoffe immer noch, dass diese Zeugin sich melde, sagte Rüppell. Nach bisherigem Kenntnisstand könne die Frau aber wohl keine entscheidenden Hinweise auf den Tod des Babys geben. Die Leiche des Kindes sei den Ermittlungen zufolge schon an der Raststätte zurückgelassen worden, bevor die Zeugin dort gesehen wurde.

Zeugen gesucht

Beobachter hatten am frühen Dienstagmorgen außerdem eine weiße Sattelzugmaschine von Renault mit rotem Trailer und polnischem Kennzeichen gesehen sowie ein älteres Wohnmobil (VW Bulli) in Braun mit weißem Dach. Es hatte ein Surfbrett oder eine Dachbox geladen. In einem der Fahrzeuge soll die Frau gesessen haben. Auch die Inhaber dieser Fahrzeuge seien für die Ermittler nicht mehr so wichtig wie zuvor angenommen, so Rüppell.

Zeugen werden gebeten sich an die Polizei Cloppenburg unter der Telefonnummer 04471/1860-261 oder -264 zu wenden.


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