Fall aus dem Wendland von 2001 Katrin Konert aus Niedersachsen Fall für „Aktenzeichen XY“

Von dpa

Rudi Cerne hofft bei „Aktenzeichen XY“ auf Hinweise zum Verschwinden von Katrin Konert. Foto: Christian Carisius/ArchivRudi Cerne hofft bei „Aktenzeichen XY“ auf Hinweise zum Verschwinden von Katrin Konert. Foto: Christian Carisius/Archiv

Lüchow. Mehr als 13 Jahre nach dem Verschwinden von Katrin Konert will die Polizei über die Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ erneut versuchen, das Schicksal der damals 15-Jährigen aus dem Wendland zu klären.

Am Mittwoch, 6. August, werde der Fall der Schülerin erneut in der Fahndungssendung thematisiert, teilte die Polizei mit. Katrin Konert aus Waddeweitz war auf dem Heimweg von ihrem Freund, als sie am Neujahrstag 2001 spurlos verschwand. Zeugen sahen sie an einer Bushaltestelle, doch zu Hause kam Katrin nie an. Als letztes Lebenszeichen schickte sie ihrer Schwester eine Handy-Nachricht. Die Polizei geht von einem Verbrechen aus.

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Nach zwei Fahndungsaufrufen über „Aktenzeichen XY...ungelöst“ hatte die Polizei zuletzt 2011 Dutzende Hinweise erhalten, ohne dass sich darunter am Ende die Spur zur Lösung des Falls befand. Auch Plakat- und Handzettelaktionen blieben ohne Erfolg. Dabei hatten die Fahnder im Juli 2003 einen Verdächtigen wegen des Verdachts des Totschlags vernommen. Er war gleich nach dem Verschwinden der Schülerin bereits überprüft, aber nicht für verdächtig gehalten worden. Dem Mann, der Katrin kannte, konnte eine Verwicklung in ihr Verschwinden aber damals nicht nachgewiesen werden.

Außerdem hofft die Polizei nach dem Mord an dem achtjährigen Armani in Freiburg auf Hilfe von „Aktenzeichen XY - ungelöst“. Der Fall werde ebenfalls am Mittwoch (20.15 Uhr) vorgestellt, sagte eine Sprecherin der Polizei am Dienstag. Unterdessen weiten die Beamten die Ermittlungen im Umfeld der Familie aus, wie es hieß. Die Polizei bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“ (Dienstag). Zwei Wochen nach dem gewaltsamen Tod des acht Jahre alten Armani in Freiburg fehlt den Ermittlern nach eigenen Angaben weiter eine konkrete Spur. Vor mehr als zwei Wochen hatte ein Spaziergänger die Leiche des Jungen in einem Bach gefunden.


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