Unfall mit Softair-Pistole Schuss geht ins Auge: Mutter muss Schmerzensgeld zahlen

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Softair-Waffen, hier ein Symbolfoto, sind umstritten. Foto: dpaSoftair-Waffen, hier ein Symbolfoto, sind umstritten. Foto: dpa

Osnabrück. Weil ihr Sohn ein fremdes Kind mit einer Softair-Pistole schwer am Auge verletzt hat, muss die Mutter des Schützen dem Opfer jetzt 5000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Das hat das Oberlandesgericht Oldenburg jetzt entschieden. Zudem muss die Frau für sämtliche Folgekosten der Verletzung in der Zukunft aufkommen.

Wie das Gericht am Freitag mitteilte, hatten die zehn bis dreizehn Jahre alten Kinder im August 2010 in der Gemeinde Friedeburg, Landkreis Wittmund, auf einem Parkplatz mit Softair-Pistolen gespielt. Das Kind der beklagten Mutter sowie ein weiterer Minderjähriger waren mit Schutzbrillen ausgestattet, zwei weitere Kinder nicht.

Einer dieser Jungen erlitt durch einen Treffer am linken Auge schwere Verletzungen. Laut Gericht erklärte sich die Haftpflichtversicherung der Mutter bereit, 25 Prozent des Schadens zu übernehmen. Die Richter verurteilten die Mutter jetzt zur Zahlung sämtlicher Kosten in der Zukunft sowie einem 5000 Euro hohen Schmerzensgeld. Aus Sicht der Kammer hatte die Mutter des Schützens ihre Aufsichtspflicht verletzt.

„Neben dem Ausgleich für die bereits erlittenen Schäden muss die Mutter auch künftig damit rechnen, vom verletzten Kind in Anspruch genommen werden“, heißt es aus Oldenburg. Nach Auskunft eins Gutachters könnten in Zukunft Operationen anstehen, um die Sehfähigkeit auf dem linken Auge zu erhalten.

Softair-Pistolen sehen häufig echten Schusswaffen zum Verwechseln ähnlich. Deswegen und aufgrund der Veletzungsgefahr wird immer wieder ein Verbot der Plastikpistolen gefordert. Lese Sie mehr dazu auf www.noz.de.


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