Urteil aus Meppen bestätigt Landgericht Osnabrück: Berufung von NPD-Chef abgewiesen

Entscheidung am Landgericht Osnabrück. Foto: ArchivEntscheidung am Landgericht Osnabrück. Foto: Archiv

Osnabrück. Der Chef des NPD Unterbezirks Emsland/Grafschaft Bentheim ist mit seiner Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichtes Meppen gescheitert. Das Landgericht Osnabrück bestätigte: Der Mann aus Haselünne muss unter anderem wegen Volksverhetzung 900 Euro zahlen.

Er hatte nach Überzeugung der Richter auf seiner Facebook-Seite auf das Youtube-Video einer neonazistischen Band verwiesen. In dem verlinkten Lied werde die Ermordung eines Juden als „gute Tat“ beschrieben, hatte das Amtsgericht Meppen in seinem Urteil festgestellt (hier weitere Infos).

Der Angeklagte selbst bezeichnete diese Interpretation als „ein bisschen weit hergeholt“ und beantragte Freispruch. „Sie sind wohl der Einzige, der da nicht auf Juden kommt“, hielt der Vorsitzende Richter in der Berufungsverhandlung dem 32-Jährigen nach Verlesung des Textes vor.

Das Gericht wies die Berufung gegen das Meppener Urteil als unbegründet zurück. Der Haselünner kann jetzt innerhalb einer Woche Revision einlegen. Dann würden sich die Richter am Oberlandesgericht in Oldenburg mit dem Fall befassen. Ob er davon gebrauch macht, ließ der 32-Jährige auf Nachfrage offen.


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