Osnabrück war größter Stützpunkt Britische Soldaten in Deutschland

Soldaten des 4th Battalion The Royal Regiment of Scotland treten im Juni in der St. Barbara Kaserne in Bad Fallingbostel zum Besuch von Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, an. Am 14.06.2014 verlassen die brititischen Soldaten Hameln und im Jahr 2015 werden die beiden letzten großen Kasernen in Bergen und Bad Fallingbostel in der Lüneburger Heide aufgegeben. Foto: dpaSoldaten des 4th Battalion The Royal Regiment of Scotland treten im Juni in der St. Barbara Kaserne in Bad Fallingbostel zum Besuch von Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, an. Am 14.06.2014 verlassen die brititischen Soldaten Hameln und im Jahr 2015 werden die beiden letzten großen Kasernen in Bergen und Bad Fallingbostel in der Lüneburger Heide aufgegeben. Foto: dpa

Hannover. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind britische Truppen in Deutschland stationiert.

Waren es gegen Ende des Kalten Krieges in den 80er Jahren noch rund 60 000 Soldaten, so sind es derzeit nach Angaben eines Sprechers der Britischen Rheinarmee noch rund 15 000. Ein Großteil von ihnen ist in Nordrhein-Westfalen stationiert, rund 5000 in Niedersachsen. Bis 2020 sollen alle in ihre Heimat zurückkehren.

In Osnabrück - mit 10 000 Soldaten einst größter Standort außerhalb Großbritanniens - wurden die letzten Briten im März 2009 verabschiedet, in Münster im vergangenen Juli.

Große Stützpunkte in Niedersachsen sind 2014 noch Bergen-Hohne und Bad Fallingbostel. Die dortigen Kasernen sollen bis Ende 2015 geräumt werden. Schon 1991 hatte die Rheinarmee angekündigt, sieben niedersächsische Standorte zu schließen, darunter Hildesheim, Hannover, Soltau und Verden. Auch Nienburg wurde später aufgegeben. Die letzten Truppen aus Hameln sollen in den kommenden Wochen abgezogen werden.

Bis 1955 waren die britischen Soldaten als Besatzer in Deutschland, dann übernahm die Rheinarmee in der Nato eine wichtige Rolle in der Verteidigungsstrategie gegen den Warschauer Pakt.


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