Zwei Professuren für Niedersachsen Uni Osnabrück erhält erstmalig Humboldt-Professur

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Stefanie Engel erhält eine der zwei Humboldt-Professuren in Niedersachsen. Sie wird künftig an der Universität Osnabrück forschen. Foto: ETHStefanie Engel erhält eine der zwei Humboldt-Professuren in Niedersachsen. Sie wird künftig an der Universität Osnabrück forschen. Foto: ETH

dt/hns/pm Osnabrück. Zwei der renommierten Humboldt-Professuren gehen nach Niedersachsen. Mit Stefanie Engel erhält die Universität Osnabrück eine der Stellen – und die erste in ihrer Geschichte.

Gleich zwei Humboldt-Professuren hat sich Niedersachsen gesichert. Professorin Stefanie Engel von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) wird künftig mit einer Humboldt-Professur die Universität Osnabrück am Institut für Umweltsystemforschung unterstützen. Es ist die erste Humboldt-Professur in der Geschichte der Osnabrücker Universität. Sie ist mit einem Preisgeld von dreieinhalb Millionen Euro dotiert. Die 44-jährige Wissenschaftlerin setzt sich unter anderem damit auseinander, wie der Mensch mit seiner Umwelt und natürlichen Ressourcen umgeht. Für die Universität Osnabrück, als mittelgroße Einrichtung, ist die Professur eine hohe Auszeichnung. „Der Erfolg im harten Wettbewerb“ sei eine Bestätigung für die Attraktivität der Osnabrücker Universität, wie Universitätspräsident Wolfgang Lücke sagte.

Die französische Mikrobiologin Professorin Emmanuelle Charpentier wird das Kollegium am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig verstärken und an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) lehren. Sie erhält dafür ein Preisgeld in Höhe von fünf Millionen Euro. Charpentier forscht in der Infektionsbiologie und untersucht beispielsweise wie Bakterien Antibiotikaresistenzen weitergeben.

„Ich freue mich, dass wir gleich zwei Humboldt-Professuren bekommen“, sagte die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajiæ. Mit der Professur zeichnet die Alexander von Humboldt-Stiftung in diesem Jahr zehn internationale Forscher aus. Das Preisgeld steht den Wissenschaftlern für einen Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung. Die Verleihung des Preises findet am 8. Mai in Berlin statt.

14 deutsche Universitäten und Hochschulen hatten sich für den Preis beworben, hinter dem die Intention steckt, große Köpfe der Wissenschaft wieder nach Deutschland zurückzuholen.


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