Großkontrolle auf der A30 Auf A30 erwischt: Lkw-Fahrer fuhr 35 Stunden durch


Osnabrück. Bei einer Großkontrolle an der an der Rastanlage Grönegau auf der A30 haben Polizei- und Zollbeamte mehrere Anzeigen geschrieben, Weiterfahrten untersagt und viele kleinere Verstöße festgestellt. Ein Lkw-Fahrer war 35 Stunden ohne Pause unterwegs.

An diesem Dienstag haben deutsche und niederländische Polizei- und Zollbeamte eine mehrstündige Schwerpunktkontrolle auf der A30 in Richtung Hannover durchgeführt. An der Rastanlage Grönegau kontrollierten die Beamten 31 Lkw, 55 Sprinter, 275 Autos, fünf Busse und rund 460 Personen.

Falsche Kennzeichen für Auto ohne Zulassung

Ein 28-jähriger Niederländer mit einem Wohnsitz in Dortmund legte einen abgelaufenen spanischen Führerschein vor. Er war mit einem VW Golf unterwegs, der nicht zugelassen war. Er hatte tschechische Kennzeichen am Fahrzeug angebracht, die er sich besorgt hatte. Außerdem zeigte er einen tschechischen Fahrzeugschein vor, der zwar zum Fahrzeug, aber nicht zum Kennzeichen gehörte und zur Sicherstellung ausgeschrieben war. Der Fahrer stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Kennzeichen sowie der Fahrzeugschein wurden sichergestellt und die Weiterfahrt untersagt.

Lkw 35 Stunden ohne Pause unterwegs

Bei der Überprüfung eines Fernreisebusses wurde festgestellt, dass der Fahrer in der vergangenen Woche an einem Tag 20 Stunden unterwegs war, ohne das er eine Ruhezeit eingelegt hatte. Gegen den Fahrer wurde eine Anzeige gefertigt. Weiter war ein deutscher Sattelzugfahrer 35 Stunden ohne Ruhezeit unterwegs. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt.

Hänger 55 Prozent überladen

Es wurde noch ein Pkw mit Anhänger kontrolliert, auf dem eine Palette mit Steinen transportiert worden ist. Das Gespann wurde gewogen und es wurde eine Überschreitung der Anhängelast von 55 Prozent festgestellt. Die Weiterfahrt wurde untersagt.

Ziel der Kontrolle war, laut einer Pressmitteilung der Polizei, die Bekämpfung des Kriminalitätsgeschehens im Hinblick auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss, Urkundenfälschung, Leistungsmissbrauch, zollrechtliche Verstöße, sowie die Überwachung des gewerblichen Güterverkehrs bezüglich der Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sowie Fahrzeugbeschaffenheit.

An der Kontrolle beteiligt waren Beamte des Hauptzollamtes Osnabrück, des Hauptzollamtes Bielefeld, des Zollkommissariats Bremerhaven, der Bundespolizei, des Bundesamtes für Güterverkehr, der Bereitschaftspolizei Osnabrück, zwei Diensthundführer der Polizeidirektion Osnabrück, Beamte aus Bad Bentheim, Beamte des Autobahnpolizeikommissariates Osnabrück sowie zwei Kollegen der Polizei der Niederlande.


Das Ergebnis:

vier Blutproben

vier Fahrten unter Drogeneinfluss

zwei Strafanzeigen BtmG

drei Fahren ohne Fahrerlaubnis

ein Verstoß Waffengesetz

ein Urkundenfälschung

ein Kennzeichenmissbrauch

3 Soziallleistungsmissbrauch

zweimal Verdacht der Scheinselbstständigkeit

dreimal Verdacht der Mindestlohnunterschreitung

Sicherstellung eines Teleskopschlagstocks

Sicherstellung von zwei Kennzeichen

Sicherstellung eines tschechischen Fahrzeugscheines

Sicherstellung Kleinstmenge Kokain

acht untersagte Weiterfahrten

14 Verstöße gegen das Fahrpersonalgesetz

sechs Verstöße bei der Ladungssicherung

drei Überladungen

drei technische Mängel

drei Sicherheitsleistungen in Höhe von 1775 Euro

sechs Mängelmeldungen

neun Verwarnungen

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