Hauptthemen: Ukraine und Syrien Hunderte Teilnehmer bei Ostermärschen in Niedersachsen

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epd Hannover/Bremen. Mehrere hundert Menschen haben sich am Sonnabend in Niedersachsen und Bremen zu den traditionellen Ostermärschen versammelt. Hauptthemen sind in diesem Jahr der Ukraine-Konflikt, der Bürgerkrieg in Syrien, Rüstungsexporte, die Ausweitung der Bundeswehreinsätze und der Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren.

In Bremen sagte der Sprecher des Friedensforums, Ekkehard Lentz, die Demonstranten setzten sich gegen „das Säbelrasseln auf beiden Seiten in der Ukraine ein und für Diplomatie und zivile Konfliktbearbeitung“. Von den verschiedenen Sprechern seien politische Verhandlungen, Abrüstung und Selbstbestimmung für alle Menschen gefordert worden.

In Hannover stand die mehrstündige Aktion unter dem Motto „Was wir uns von Europa wünschen“. In Braunschweig nahmen etwa 60 Radfahrer an einer Friedensfahrt durch die Innenstadt teil. Auch hier lautete das Motto „Verhandeln statt Schießen“. Weitere Kundgebungen gab es in Bremerhaven, Buchholz, Holzminden, Oldenburg und Wolfsburg.

Die Ostermarschbewegung geht auf den britischen Philosophen Bertrand Russel (1872-1970) zurück. Unter dessen Regie versammelten sich an Karfreitag 1958 in London erstmals 10.000 Menschen, um für atomare Abrüstung zu demonstrieren. Der erste Ostermarsch in Deutschland fand zwei Jahre später statt. Höhepunkte erlebte die Ostermarsch-Bewegung in Deutschland in den 70er und 80er Jahren im Zusammenhang mit der Anti-Atomkraft-Bewegung und der Debatte über die Nato-Nachrüstung.


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