Verdeckte Kontrollen vom 14. bis 20. April Polizei plant Blitzer-Woche in Osnabrück und Emsland

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Die Polizei kündigt vom 14. bis 20. April eine Blitzer-Woche in der Polizeidirektion Osnabrück an. Symbolfoto: dpaDie Polizei kündigt vom 14. bis 20. April eine Blitzer-Woche in der Polizeidirektion Osnabrück an. Symbolfoto: dpa

Osnabrück. Die Polizei kündigt zum Osterreiseverkehr vom 14. bis 20. April verdeckte Geschwindigkeitskontrollen in der Polizeidirektion Osnabrück an. Im Gegensatz zum Blitzmarathon werden die genauen Standorte und die Dauer der Kontrollen nicht bekannt gegeben. „Der Vorteil ist, das Entdeckungsrisiko der Verkehrsteilnehmer mit überhöhter Geschwindigkeit wird durch solche Kontrollen erhöht“, sagt der Pressesprecher der Polizeidirektion Osnabrück, Marco Ellermann.

Das Besondere an dieser länderübergreifenden Schwerpunktaktion zu Geschwindigkeits- und Abstandskontrollen sei, dass es dieses Mal keine detaillierte landesweite Übersicht über die Kontrollen wie beim Blitzmarathon gebe. Der Kontrollstandort könne damit im gesamten Gebiet der Polizeidirektion Osnabrück - von der Nordsee bis zum Teutoburger Wald - liegen. Mit den verdeckten Kontrollen sollen Verhaltensänderungen bei den Temposündern angestrebt werden. Hauptziel der Aktion ist es, die Zahl der Toten und Schwerverletzten auf Europas Straßen zu reduzieren. „Überhöhte Geschwindigkeit ist immer noch die Unfallursache Nummer 1“, erläutert Ellermann.

In diesem Jahr werden laut Ellermann sieben bis acht dieser sogenannten TISPOL-Kontrollwochen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durchgeführt. Andere TISPOL-Kontrollwochen haben Schwerpunkte wie Kindersitze, Sicherheitsgurt und Helmpflicht, gewerblicher Güter- und Personenverkehr oder Alkohol und Drogen. Der 1997 gegründete Verbund TISPOL steht für „Traffic Information System Police“ und ist ein Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union und hat die Aufgabe, europaweit nationale Aktionen zur Durchsetzung von Verkehrsvorschriften zu koordinieren.

Die Polizei will die Verkehrsteilnehmer für eine verantwortungsbewusste Fahrweise sensibilisieren, weil es allein im vergangenen Jahr mehr als 1000 Verkehrsunfälle im Bereich der Polizeidirektion Osnabrück mit Schwerverletzten gab, 80 Personen wurden sogar tödlich verletzt. Eine der Hauptursachen dafür war überhöhte Geschwindigkeit. „Auf die Unfallfolgen hat die gefahrene Geschwindigkeit einen erheblichen Einfluss“, betont Ellermann. Auch der vorgeschriebene Sicherheitsabstand werde oft nicht eingehalten und führe zu schweren Unfällen. Ellermann kündigt auch in den kommenden Monaten flächendeckende Schwerpunktkontrollen dieser Art an.

Beim 24-Stunden-Blitzmarathon, der am Mittwoch um 6 Uhr endete, waren 15000 Fahrzeuge kontrolliert und 769 Temposünder gestellt worden. Im Kontrast zum Blitzmarathon werden die Verkehrskontrollen ab dem 14. April nicht ganz so komprimiert und verteilt auf sieben aneinander folgende Tage durchgeführt.


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