Übersicht in Hannover präsentiert Steuersünder: 165 Selbstanzeigen in Osnabrück-Emsland

1 301 Niedersachsen haben wegen Steuerhinterziehung Selbstanzeige erstattet, davon 165 aus dem Raum Osnabrück-Emsland. Foto: dpa1 301 Niedersachsen haben wegen Steuerhinterziehung Selbstanzeige erstattet, davon 165 aus dem Raum Osnabrück-Emsland. Foto: dpa

Hannover. Allein in der Region Osnabrück-Emsland haben im ersten Quartal dieses Jahres 165 Bürger Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung im Ausland erstattet.

Das geht aus einer Übersicht hervor, die Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) am Montag in Hannover präsentierte. Danach gaben sich im Januar, Februar und März 1301 Niedersachsen als Steuersünder zu erkennen.

Das Ministerium ordnete diese Zahlen einzelnen Finanzämtern zu, ohne allerdings den in Rede stehenden Betrag an säumigen Steuergeldern zu benennen. Schwerpunkte bildeten dabei die Bereiche Hannover (Region und Stadt insgesamt 198 Fälle) und der Raum Osnabrück mit 92 Betroffenen.

So wurden in Osnabrück-Stadt 47 und in Osnabrück-Land 45 Fälle registriert. Beim Finanzamt Quakenbrück waren es 17, in Lingen 23, in Papenburg 15 und in Bad Bentheim 18.

In Aurich meldeten sich 17 Steuersünder, in Emden fünf, in Leer sieben und in Norden elf. Viele Fälle gab es auch in Cloppenburg (42) und in Vechta (38).

Schneider äußerte unter dem Strich die Erwartung, dass in diesem Jahr bei Steuer-Selbstanzeigen ein neuer Rekord erreicht werden dürfte. Den bisherigen Höchststand hatte es 2010 mit 2941 Fällen gegeben, gefolgt von 2013 mit 2862 Anzeigen.

Bis zum 31. März wurden nach Angaben des Ministers aus dem Ankauf von Daten über niedersächsische Anleger in der Schweiz sowie in Liechtenstein und Luxemburg alles in allem 188 Millionen Euro erlöst. Vom Land waren für den Erwerb dieser Informationen nur 800000 Euro aufgewandt worden.


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