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Mit Wissenschaftspreis ausgezeichnet Land zeichnet Osnabrücker Psychologin aus

Ausgezeichnete Forscherin: Ulla Martens. Foto: GrosserAusgezeichnete Forscherin: Ulla Martens. Foto: Grosser

Osnabrück. Eine Karriere als Hirnforscherin – gleich im ersten Semester habe sie gemerkt, dass so ihre Zukunft aussehen solle, sagt Ulla Martens. Und arbeitet fortan emsig daran. Das Psychologie-Studium schließt die im nordvorpommerschen Barth geborene Frau in nur vier Jahren ab, vier weitere Jahre später promoviert sie.

Seit März 2009 arbeitet Martens als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie der Universität Osnabrück. Mit Erfolg: Gestern Nun wurde die 32-Jährige in Hannover mit dem Wissenschaftspreis des Landes Niedersachsen in der Kategorie Nachwuchs ausgezeichnet – dotiert mit einem Preisgeld von 20 000 Euro, überreicht von Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU).

Als Psychologin forscht Martens auf dem Gebiet der neurokognitiven Grundlagen an der Schnittstelle von Objekt- und Szeneerkennung und dem Gedächtnis. Mittels einer neuen Methode verbindet sie diese beiden an sich separaten Forschungsfelder und überführt die Ergebnisse in Kooperation mit der Uni Bielefeld in die klinische Anwendung. Neben der wissenschaftlichen Arbeit lobt das Land zudem Martens’ Engagement als Gleichstellungsbeauftragte sowie als Studiendekanin des Osnabrücker Instituts für Psychologie. In letzterer Funktion habe sie intensiv an der Einführung des Masterstudiengangs Psychologie mitgewirkt.

„Allein die Nominierung durch die Hochschulleitung ist eine Wertschätzung“, freut sich Martens, die fürs Frühjahr ihre Habilitation plant. Das Preisgeld will die leidenschaftliche Seglerin für einen Auslandsaufenthalt zu Forschungszwecken verwenden. „Man kann nie genug wissen“, erklärt die reiselustige Frau. Bislang hat sie ihre Forscherkarriere nach Konstanz, Leipzig, Kiel, Magdeburg, Glasgow, Jena, Ulm und eben Osnabrück geführt.

Der insgesamt mit 80 500 Euro dotierte Niedersächsische Wissenschaftspreis richtet sich an Spitzen-Forscher, die sich auch für hochschulübergreifende Kooperationen und Nachwuchsförderung engagieren. Als herausragender Wissenschaftler an einer Uni wurde der Oldenburger Hörforscher Birger Kollmeier geehrt. Er erhält 25 000 Euro. Wie auch Thomas Luhmann von der Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth (Fotogrammetrie und Geoinformatik) als herausragender Wissenschaftler an einer Hochschule. Zudem bekommen sieben Studierende, darunter Kognitionswissenschaftlerin Carina Krause von der Uni Osnabrück, jeweils 1500 Euro . 

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