CDU und FDP üben Kritik Heiligenstadt rechtfertigt Aus von Förderschulen

Gerechtfertigt hat Kultusministerin Frauke Heiligenstadt das geplante Auslaufen eines Teils der Förderschulen. Foto: dpaGerechtfertigt hat Kultusministerin Frauke Heiligenstadt das geplante Auslaufen eines Teils der Förderschulen. Foto: dpa

Hannover. CDU und FDP haben heftige Kritik an der Entschlossenheit von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) geübt, die Förderschulen Sprache und Lernen ab dem Schuljahr 2015/16 auslaufen zu lassen.

Die schulpolitischen Sprecher Kai Seefried (CDU) und Björn Försterling (FDP) verwiesen am Freitag nach einer mündlichen Anfrage zu diesem Thema im Landtag auf eine gute Arbeit dieser Schulen. Sie forderten, Eltern die Wahlfreiheit zu lassen, ihre Kinder künftig per Inklusion in andere Regelschulen oder weiter auf die Förderschule zu schicken. Dies werde auch in einer Petition mit 50000 Unterschriften verlangt.

Heiligenstadt nannte dagegen das schrittweise Auslaufen dieser Förderschulen „konsequent, begründet und verantwortbar“. Sie versicherte aber, dass die Förderschulen mit den Schwerpunkten „geistige Entwicklung“, „körperliche und motorische Entwicklung“ sowie „Hören“ und „Sehen“ erhalten bleiben sollten.

Zu Beginn der Sitzung war die FDP-Fraktion mit dem Antrag gescheitert, kurzfristig über einen Gesetzentwurf zur Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren zu beraten. Dann könne schon zum Schuljahrsbeginn im Herbst 2014 mit der Abschaffung des Turbo-Abis begonnen werden.

SPD, Grüne und auch die CDU lehnten den Vorstoß ab. Sie plädierten für ein „sorgfältiges Vorgehen“.


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