„Konrad“ und „Gottfried“ Gemeinsam schneller: Norddeutschlands größter Supercomputer

Symbolischer Akt: Niedersachsens Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajic, und Brandenburgs Wissenschaftsministerin Sabine Kunst nehmen den Supercomputer in Betrieb. Foto: dpaSymbolischer Akt: Niedersachsens Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajic, und Brandenburgs Wissenschaftsministerin Sabine Kunst nehmen den Supercomputer in Betrieb. Foto: dpa

Hannover. Am Donnerstag war es soweit: Norddeutschlands schnellster Supercomputer HLRN-III ging in Betrieb. Die Kosten für die beiden Teilrechner „Gottfried“ in Hannover und „Konrad“ in Berlin in Höhe von 30 Millionen Euro teilen sich der Bund und die Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Das Land Niedersachsen trägt rund sieben Millionen Euro.

„Konrad“ in der Leibniz-Universität Hannover und „Gottfried“ im Konrad- Zuse-Zentrum für Informationstechnik in Berlin sind durch eine 10-Gigabyte-Datenleitung verbunden. Die Datenmenge, die innerhalb einer Sekunde über diese Leitung transportiert werden kann, entspricht knapp einer Million Buchseiten. Bis Ende 2014 soll der Supercomputer weiter ausgebaut werden. Dann soll die Spitzenleistung des Rechners 2,6 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde ermöglichen. Die Speicherkapazität der Festplatte wird 8,2 Petabyte betragen - das entspricht etwa acht Millionen Büchern mit jeweils 500 Seiten.

Die beiden norddeutschen Teilrechner sollen hauptsächlich für die Klimaforschung genutzt werden. „Gottfried“ und „Konrad“ werden zurzeit von 565 Wissenschaftlern verwendet. Sie nutzen den bundesweit viertgrößten Supercomputer zur Optimierung von Windenergieanlagen und für die Vorhersage von Wirbelstürmen. Zudem sollen Flugzeug-Triebwerke entwickelt werden, die weniger Lärm und Abgase erzeugen. (mit dpa)


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