Sprecher: Kriegen Probleme in den Griff Emslandstrecke: DB wieder nach Fahrplan unterwegs

Regionalexpress nach Rheine bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof Osnabrück. Foto: Michael GründelRegionalexpress nach Rheine bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof Osnabrück. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Bei der Deutschen Bahn fährt zwischen Emden und Münster wieder alles nach Plan: Am Montag seien keine Züge auf der sogenannten Emslandstrecke ausgefallen, teilte ein Unternehmenssprecher unserer Zeitung mit. Die DB habe den Lokführermangel im Griff, Probleme wie zwischen Weihnachten und Neujahr werde es künftig nicht mehr geben.

„Alle Schichten konnten besetzt werden“, so der DB-Sprecher zur Situation am Montag. Das war zwischen Heiligabend und Neujahr anders: Mehr als 30 Verbindungen mussten kurzfristig und zum Ärger der Fahrgäste gestrichen werden, weil Lokführer fehlten. Ersatzverkehr mit Bussen wurde nicht eingerichtet.

Auch am Wochenende hätten sich die Probleme mit Regionalzügen in Grenzen gehalten: Samstag sei kein Regionalexpress ausgefallen, am Sonntag zwischen Rheine und Münster insgesamt 34 Verbindungen - allerdings mit voller Absicht, um die DB-Lokführer ab Emden einsetzen zu können.

Der Bahn-Sprecher trat Befürchtungen entgegen, Reisende müssten sich auf der Emslandstrecke künftig häufiger auf Ausfälle einstellen. „Das kriegen wir definitiv in den Griff“. Insgesamt sechs Lokführer würden derzeit geschult, um auf der Strecke zwischen Emden und Münster fahren zu können. „Wir hoffen, sie ab Mitte des Monats einsetzen zu können“, so der Sprecher.

Hintergrund der angespannten Situation im Westen Niedersachsens: Ab Dezember 2015 geht die Strecke im Regionalverkehr an die Westfalenbahn über. DB-Angestellte schauen sich deswegen bereits jetzt nach einer neuen Beschäftigung um und fehlen damit auf der Emslandstrecke.


Ist auch Ihr Zug ausgefallen? Werfen Sie ihre Fahrkarte nicht weg, denn gegebenenfalls haben Sie Anspruch eine Rückzahlung. In den Fahrgastrechten der Bahn ist unter anderem aufgeführt, dass ab einer Verspätung von 60 und bis zu 119 Minuten am Ankunftsort eine Rückzahlung von 25 Prozent des Fahrpreises vorgesehen ist. Ab 120 Minuten steigt die Entschädigung demnach auf 50 Prozent des Fahrpreises. Wie Sie an Ihr Geld kommen, können Sie unter www.bahn.de/fahrgastrechte oder www.fahrgastrechte.info nachlesen.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN