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12.12.2013, 14:57 Uhr

Streit um Asse: Naheliegend

Kommentar von Hans Brinkmann

In der Asse-Region gibt es Streit um ein Zwischenlager. Foto: dpaIn der Asse-Region gibt es Streit um ein Zwischenlager. Foto: dpa

Hannover. In der Asse-Region gibt es Streit um ein Zwischenlager. Ein Kommentar

Natürlich sind die Menschen im Bereich der maroden Atommülldeponie Asse bei Wolfenbüttel nicht zu beneiden. Sie leben mit der Sorge, dass die Deponie absaufen und einstürzen könnte - mit noch unübersehbaren Folgen für die Umwelt.

Umso wichtiger ist es, den ambitionierten Plan voranzutreiben, den radioaktiven Müll aus der einstigen Kaligrube zu bergen und an einem sicheren Ort zu lagern. Politisch ist dies zwischenzeitlich eingefädelt, doch mit der Umsetzung geht es so schleppend voran, dass echte Fortschritte nur schwer erkennbar sind.

Wenn in dieser Phase nun neuerlich Streit ausbricht, weil eine Zwischenlagerung in unmittelbarer Nachbarschaft der Asse keine Akzeptanz findet, dürfte dies das Projekt weiter erschweren. Man kann doch nicht den strahlenden Abfall erst weit durch die Lande kutschieren, um ihn dann eines Tages in ein geeignetes Endlager zu transportieren.

Was nottut, ist eine beschleunigte Lösung des Gesamtproblems. Dazu sollte auch der Mut gehören, zum Beispiel rechtlich und technisch die Möglichkeit zu prüfen, den Asse-Abfall in das in einigen Jahren fertiggestellte Endlager Schacht Konrad zu verfrachten. Das wäre im doppelten Sinne naheliegend.


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