Dunkelfeldstudie vorgestellt Hunderttausende Straftaten in Niedersachsen nicht angezeigt


Osnabrück. Ein Großteil der Straftaten in Niedersachsen wird nicht angezeigt. Das ist eines der Ergebnisse der bundesweit bislang einmaligen Dunkelfeldstudie, die Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Freitag in Hannover vorgestellt hat. Demnach wurden 2012 etwa 30 Prozent der Niedersachsen Opfer einer Straftat – aber 70 Prozent dieser Opfer erstatteten keine Anzeige.

Wie aus der Studie hervorgeht, gehen die Betroffenen unter anderem deswegen nicht zur Polizei, weil sie den Verstoß für zu gering ansehen. Ein weiterer Grund: Sie gehen ohnehin nicht davon aus, dass das Verbrechen aufgeklärt wird. Besonders

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Für die Dunkelfeldstudie zu nicht angezeigten Straftaten in Niedersachsen ist 40 000 zufällig ausgewählten Menschen ab 16 Jahren ein 20-seitiger Fragebogen mit 50 Fragen zugeschickt worden. 47 Prozent - ein ungewöhnlicher hoher Wert - hat den Fragebogen ausgefüllt zurückgeschickt. Die Studie gilt statistisch als repräsentativ und soll alle zwei Jahre wiederholt werden. Anonym wurden die Angeschriebenen zu im Jahr 2012 erlittener Kriminalität befragt, auch aber zu ihrer Furcht vor Kriminalität, zum eigenen Sicherheitsverhalten und zu ihrer Einschätzung der Polizeiarbeit. (dpa)

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