Gesellschaft Niedersachsen bei Ganztagsbetreuung von Kindern abgeschlagen

Von dpa

Ein Verkehrsschild mit dem Hinweis „Kindergarten“ steht vor einer Kindertagesstätte.Ein Verkehrsschild mit dem Hinweis „Kindergarten“ steht vor einer Kindertagesstätte.
Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Wiesbaden. Bei der Ganztagsbetreuung von Kindern unter sechs Jahren liegt Niedersachsen im Vergleich der Bundesländer auf einem der hinteren Plätze.

Am niedrigsten waren die Quoten in Baden-Württemberg (18 Prozent) und Bayern (24 Prozent), gefolgt von Niedersachsen mit 26 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

Ostdeutschland hat demnach bei der Betreuung weiter die Nase vorn: Thüringen hatte zum 1. März 2020 mit 73 Prozent die bundesweit höchste Quote von ganztägig betreuten Kindern unter sechs Jahren, in Sachsen-Anhalt lag sie bei 66 Prozent, in Sachsen bei 65 Prozent.

Das Bundesamt wies allerdings darauf hin, dass die Kosten für Kindertagesbetreuung in den einzelnen Bundesländern und Kommunen unterschiedlich ausfallen. Am höchsten lag die Betreuungsquote der Drei- bis unter Sechsjährigen in Niedersachsen in der Stadt Osnabrück mit 73,4 Prozent, in der Region Hannover waren es laut Bundesamt 60,1 Prozent. Die Stadt Bremen kam auf 38,9 Prozent, Bremerhaven auf 47,5 Prozent.

Bundesweit stieg die Ganztagsbetreuung von Kindern unter sechs Jahren in den vergangenen Jahren deutlich. Vor Beginn der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr wurde nach Angaben des Bundesamts jedes dritte Kind unter sechs Jahren ganztägig in einer Kindertageseinrichtung oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege betreut, die Quote betrug 34 Prozent. Zehn Jahre zuvor, im Jahr 2010, sei dies noch etwa bei jedem fünften Kind der Fall gewesen, die Quote betrug damals 22 Prozent.

Insgesamt wurden zum Stichtag 1. März 2020 knapp 1,6 Millionen Kinder unter sechs Jahren mehr als sieben Stunden durchgehend täglich betreut. Bei Kleinkindern war dies seltener der Fall: Jedes fünfte Kind unter drei Jahren wurde betreut (20 Prozent), bei der älteren Gruppe war es knapp jedes zweite (48 Prozent). Zehn Jahre zuvor waren es noch 12 Prozent der Kleinkinder und 32 Prozent der älteren Kinder.


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