38 Prozent der Eltern nutzen Notbetreuung Kita-Eltern in Niedersachsen warnen: „Kinder zunehmend verängstigt“


Gentsch/dpa/dpa-mag

Osnabrück. Die Eltern von Kita-Kindern in Niedersachsen nähern sich ihrer Belastungsgrenze, warnt die niedersächsische Landeselternvertretung (LEV).

Aus einer aktuell laufenden Umfrage des Verbandes, deren Zwischenstand unserer Redaktion vorliegt, geht hervor, dass mehr als die Hälfte (59 Prozent) der bislang rund 9300 befragten Eltern die derzeitige Situation als belastend bis sehr belastend empfinden. Die Befragung läuft noch bis Freitag (22.1.) um Mitternacht.  

Nur rund 3,6 Prozent der bislang Befragten gaben an, den Lockdown als unproblematisch wahrzunehmen. „Mit Blick darauf verstehen wir nicht, dass es nach wie vor keine Langzeitstrategie auf Bundesebene gibt“, sagte die LEV-Vorsitzende Christine Heymann-Splinter. „Unsere Kinder leiden unter den Kontaktbeschränkungen und sind zunehmend verängstigt. Besonders hart trifft es jene, die nicht in der Notbetreuung sind."

Nur rund 38 Prozent der bislang Befragten nutzen derzeit die Notbetreuung. „Die vielen Kinder, die jetzt zu Hause bleiben müssen, haben erneut weder an frühkindlicher Bildung teil, noch an der Gemeinschaft mit Gleichaltrigen“, kritisierte Heymann-Splinter. Die LEV-Vorsitzende lobte jedoch, dass Niedersachsen trotz der Beschlüsse auf Bundesebene grundsätzlich daran festhalte, eine breite Notbetreuung anzubieten. Gleichzeitig hat sich laut LEV der Kontakt zu den Kitas im Vergleich zum ersten Lockdown verbessert.


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