Gesundheit Bovenschulte: Private Kontakte auch über Feiertage begrenzen

Von dpa

Andreas Bovenschulte (SPD), Bürgermeister von Bremen.Andreas Bovenschulte (SPD), Bürgermeister von Bremen.
Sina Schuldt/dpa/Archivbild

Bremen. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte sieht in der kommenden Zeit kaum Spielraum für Lockerungen von Corona-Maßnahmen.

Es sei in der gegenwärtigen Lage „ziemlich unwahrscheinlich“, dass die bestehenden Einschränkungen Ende November aufgehoben werden, sagte der SPD-Politiker der „Welt“ (Mittwoch). Welche Maßnahmen zurückgenommen und welche womöglich zusätzlich beschlossen werden könnten, sei im Moment „reine Spekulation“. Bei privaten Feiern mahnte der Politiker zur Zurückhaltung. „Wer darauf setzt, dass bis Weihnachten vieles wieder möglich ist, könnte bitter enttäuscht werden. Vermutlich müssen die privaten Kontakte auch über die Feiertage möglichst eng begrenzt werden.“

Bovenschulte sprach sich zudem mit Blick auf die für Mittwoch kommender Woche angesetzte Ministerpräsidentenkonferenz gegen eine Regionalisierung von Corona-Regeln aus. Angesichts nahezu bundesweit hoher Infektionszahlen seien regional differenzierte Maßnahmen „viel schwieriger zu kommunizieren“. Er sei dagegen für bundeseinheitliche Corona-Regeln, da sie mehr Akzeptanz versprächen.

Unterdessen sieht der SPD-Politiker Schulen nicht als Treiber des Infektionsgeschehens. Aktuell seien in Bremen etwa 275 von insgesamt 84 000 Schülern infiziert. „Die meisten Infektionen finden nach unseren Erkenntnissen nicht auf dem Schulgelände statt, sondern die Schüler stecken sich woanders an“, sagte Bovenschulte. In der Debatte um die geforderte Maskenpflicht sprach sich der Bürgermeister für einen Verzicht in jüngeren Jahrgängen aus. Demnach sollten Grundschüler bei der Maskenpflicht „außen vor gelassen“ werden.


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