Bundestag AfD-Landtagsabgeordneter wechselt zu Kleinpartei LKR

Von dpa

Jens Ahrends im Landtag von Niedersachsen.Jens Ahrends im Landtag von Niedersachsen.
Sina Schuldt/dpa/Archivbild

Berlin. Die Liberal-Konservativen Reformer (LKR) sind erstmals in einem Landesparlament vertreten.

Wie der Vorsitzende der Kleinpartei, Jürgen Joost, am Dienstag mitteilte, ist der niedersächsische Landtagsabgeordnete Jens Ahrends von der AfD zur LKR gewechselt. Joost sagte, Ahrends habe sich aus seiner Zeit bei der AfD nichts vorzuwerfen. „Es ist richtig und notwendig, dass ehemaligen AfD-Mitgliedern, die sich anständig verhalten haben und der Vereinnahmung von Rechtsaußen verweigern, eine politische Perspektive geboten wird, mit Anstand aus der Sache herauszukommen“, fügte er hinzu. Der LKR gehören auch zwei Abgeordnete an, die ehemalige AfD-Mitglieder sind und als Fraktionslose im Bundestag sitzen.

Die Gründung der LKR geht auf die Spaltung der AfD im Sommer 2015 zurück. Damals hatten AfD-Gründer Bernd Lucke und etliche Vertreter des wirtschaftsliberalen Flügels der Partei aus Protest gegen einen von ihnen konstatierten Rechtsruck der AfD eine eigene Partei gegründet. Diese eurokritische Partei, hieß zuerst ALFA und musste sich nach einem Namensstreit umbenennen. Zur Bundestagswahl 2021 will sie bundesweit antreten. Lucke, der inzwischen wieder in Hamburg an der Universität lehrt, ist heute LKR-Mitglied ohne Führungsposition.


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