Regierung Honé: Niedersachsen auf harten Brexit vorbereitet

Europaministerin Birgit Honé.Europaministerin Birgit Honé.
Holger Hollemann/dpa/Archivbild

Hannover. Europaministerin Birgit Honé sieht Niedersachsen auch für den vom britischen Premier Boris Johnson vorausgesagten harten Brexit gerüstet.

„Niedersachsen ist gut auf alle Szenarien vorbereitet“, sagte Honé am Freitag in Hannover. Johnson hatte zuvor gesagt, er gehe von einem harten Bruch mit der EU ohne Vertrag zum 1. Januar aus. Die EU habe offenkundig kein Interesse an einem von Großbritannien gewünschten Freihandelsabkommen wie mit Kanada. „Ich halte ein Abkommen weiterhin für möglich, aber es kann nur kommen, wenn auch die britische Seite zu Kompromissen bereit ist“, so Honé.

„Aus niedersächsischer Sicht müssen vor allem drei Dinge in den Verhandlungen schnell geklärt werden: Neben einem möglichst ungestörten Warenverkehr ist die weitere Nutzung britischer Gewässer durch die niedersächsische Hochseefischerei sowie die unkomplizierte Ein- und Ausreise nach Großbritannien von immenser Bedeutung“, betonte die Ministerin. „Das gilt insbesondere für den Austausch von Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden.“ Der Austausch zwischen Schulen sowie im Kultur- und Wissenschaftsbereich müsse erhalten bleiben. „Eine kulturelle Entfremdung müssen wir aktiv verhindern“, sagte Honé.


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