Tarife Niedersachsen und Bremen: Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Von dpa

„Warnstreik!“ steht auf einem Schild„Warnstreik!“ steht auf einem Schild
Friso Gentsch/dpa/Archivbild

Hannover. Mit weiteren Warnstreiks im öffentlichen Dienst wollen Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen ihren Forderungen nach besserer Bezahlung Nachdruck verleihen.

In mehreren Städten und Kommunen sind Beschäftigte am Donnerstag zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. So sind laut Verdi in Lüneburg und Oldenburg Fahrraddemos geplant und in Hannover sollen die Beschäftigten eine Menschenkette bilden.

In mehreren weiteren Städten und Landkreisen wie Wilhelmshaven, Wolfenbüttel, Celle, Hildesheim oder Hameln sollen Beschäftigte ihre Arbeit niederlegen und zu Kundgebungen zusammenkommen. In Bremen sind demnach die kommunalen Kliniken betroffen.

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes fordern Verdi und der Beamtenbund dbb für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld. Mitte September war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Die nächsten Verhandlungsrunden sind für den 22. und 23. Oktober in Potsdam angesetzt.

„Dass die Gewerkschaften versuchen, weiterhin Druck auszuüben, ist für mich völlig unbegreiflich“, sagte Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD). Er ist als Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) Verhandlungsführer und appellierte, die Bürgerinnen und Bürger nicht noch weiter zu beeinträchtigen. „Wir haben den Gewerkschaften ein Angebot zugesagt, und dieses wird auch in Kürze vorliegen“, sagte Mädge.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN