Gesundheit Corona-Infektionen: DGB ruft Unternehmen zu mehr Homeoffice

Von dpa

Fahnen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) wehen vor dem blauen Himmel.Fahnen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) wehen vor dem blauen Himmel.
Jan Woitas/dpa/Archivbild

Hannover. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat die Unternehmen in Niedersachsen angesichts der wieder steigenden Zahl von nachgewiesenen Corona-Infektionen zu mehr Homeoffice aufgerufen.

„Jetzt gilt es, Ruhe zu bewahren, aber gleichzeitig auch die steigenden Neuinfektionen in den Griff zu bekommen, um einen Lockdown zu verhindern“, sagte der DGB-Landesvorsitzende Mehrdad Payandeh am Mittwoch in Hannover. Er begrüßte den Appell von Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) vom Vortag, wieder verstärkt zu Hause zu arbeiten.

„Homeoffice hat sich als Instrument im Frühjahr bewährt, Unternehmen sollten es bewusst und proaktiv zur Vermeidung von Corona-Infektionen einsetzen“, sagte der DGB-Chef. „Es schützt die Gesundheit aller, wenn in Betrieben, aber auch in Bussen und Bahnen weniger Menschen unterwegs sind. Wir alle müssen die Corona-Pandemie ernst nehmen.“ Gleichzeitig forderte Payandeh die Politik auf, ein Recht auf Homeoffice gesetzlich zu verankern und vor allem den Arbeits- und Gesundheitsschutz sicherzustellen.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte bereits eine gesetzliche Regelung für einen Anspruch auf mobiles Arbeiten konzipiert, der Entwurf war vom Bundeskanzleramt aber angesichts von Kritik zunächst gestoppt worden. Heils Plan sieht einen gesetzlichen Anspruch auf mobiles Arbeiten vor. Beschäftigte sollen bei einer Fünf-Tage-Woche demnach 24 Tage im Jahr mobil oder im Homeoffice arbeiten dürfen. Voraussetzung soll sein, dass sich die Tätigkeit dafür eignet und keine betrieblichen Gründe dagegen sprechen.


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