Handwerk Raku-Teeschalen in Hamburg gedreht und im Wendland gebrannt

Von dpa

Eine Raku-Schale wird aus dem Ofen gezogen.Eine Raku-Schale wird aus dem Ofen gezogen.
Sina Schuldt/dpa/Archivbild

Waddeweitz. In Japan nimmt man sich für eine Teezeremonie viel Zeit. Dazu gehören Keramik-Schälchen für das Heißgetränk. Ein Töpfer stellt sie auch in Norddeutschland her.

Mit einer aufwendigen traditionellen Technik produziert eine kleine Werkstatt in Hamburg-Eimsbüttel Raku-Teeschalen aus Keramik und brennt sie an einem langen Wochenende im Wendland. Von diesem Donnerstag bis Sonntag fährt Töpfer Mathias Stein mit dem wertvollen Gut von 150 Schalen auf den Werkhof in Kukate in der Gemeinde Waddeweitz im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg und heizt den Holzofen mit vier Klappen an.

Bei der speziellen Brenntechnik aus Japan füllen Feuer und Rauch den Raum und glühende Keramik-Schalen kommen heraus. Nach dem Vorbrand über sechs Stunden bei 900 Grad am Donnerstag wird einen Tag später glasiert und am Samstag noch einmal in dem Holzofen über Stunden gebrannt.

Eine Teetasse mit dem japanischen Namen Chawan kostet zwischen 40 und 100 Euro. „Die Teezeremonie gibt es in Japan seit Jahrhunderten, sie ist eine Meditationsform und soll Ruhe bringen“, sagt Künstler Stein, der selbst ein Teeliebhaber ist. Im Sommer wurde auch ein Drehkurs in Kukate angeboten - coronabedingt in einem Zelt.


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