Prozesse Gericht: Kinder coronagefährdeter Eltern müssen zur Schule

Von dpa

Eine Schultafel steht in einem Klassenzimmer in einer Schule.Eine Schultafel steht in einem Klassenzimmer in einer Schule.
Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Braunschweig. Schüler, deren Eltern zur Corona-Risikogruppe gehören, haben nicht automatisch Anspruch auf eine Befreiung vom Präsenzunterricht in der Schule.

Das hat das Verwaltungsgericht Braunschweig entschieden. Die Schule dürfe die Befreiung ablehnen, wenn dort noch keine weitergehende Maßnahme zum Infektionsschutz angeordnet wurde, etwa wegen eines Corona-Falls bei einem Schüler, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Im konkreten Fall geht es um zwei Geschwister aus der 9. und 12. Klasse eines Braunschweiger Gymnasiums, deren Eltern der Schule ein ärztliches Attest vorgelegt hatten, wonach sie zur Risikogruppe gehören. Die Schule hatte die Befreiung unter Berufung auf eine Vorschrift des Kultusministeriums abgelehnt. Diese Vorschrift sei rechtlich nicht zu beanstanden, entschied das Gericht. Zudem habe die Schule schon eine Reihe von Corona-Schutzmaßnahmen umgesetzt.

Gegen die Entscheidung kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg eingelegt werden.


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