Kindergärten Grüne und FDP beklagen fehlende Kita-Plätze in Niedersachsen

Von dpa

Volker Bajus (Bündnis 90/ Die Grünen).Volker Bajus (Bündnis 90/ Die Grünen).
Peter Steffen/dpa/Archivbild

Hannover. Einen Mangel an Kita-Plätzen beklagen die Grünen und die FDP in Niedersachsen.

Nach einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft fehlten in Niedersachsen mehr als 32 000 Krippen-Plätze für Kinder unter drei Jahren, erklärte der Grünen-Landtagsabgeordnete Volker Bajus am Montag. Dies sei ein Armutszeugnis für die Bildungs- und Familienpolitik der SPD/CDU-Regierung in Niedersachsen. Im Land fehlten nicht nur Kitas sondern auch Personal.

„Gerade in der jetzigen Krise wäre es wichtig, hier zusätzlich Geld in die Hand zu nehmen, und mit einem eigenen Programm den Kita-Ausbau zu verstärken“, sagte Bajus. Der Erzieherberuf müsse attraktiver werden und die Kommunen könnten mehr Unterstützung bei der Schaffung von zusätzlichen Kita-Plätzen gebrauchen.

Der FDP-Abgeordnete Björn Försterling verwies darauf, dass durch die Befreiung aller Kinder ab drei Jahren von Kitabeiträgen die Nachfrage gestiegen sei und Erzieherinnen nun in den Krippen fehlten. „Die Landesregierung hätte mit einer vergüteten Ausbildung und einer besseren Betreuungsrelation mehr junge Menschen für den Erzieherberuf begeistern können“, so Försterling. „Auch hätte sie Kommunen unterstützen können, mehr in die Betreuung zu investieren, Fachpersonal einzustellen und damit allen Eltern zu helfen.“

Seit dem 1. August 2013 gilt in Deutschland für alle Kinder von ein bis drei Jahren ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Inzwischen braucht nach der Studie fast die Hälfte aller Eltern in Niedersachsen (47,3 Prozent) einen Krippen-Platz. Die Versorgungsquote liegt aber nur bei 32,9 Prozent.


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