Energie Herbststürme sorgen nicht automatisch für mehr Windstrom

Von dpa

Windräder drehen sich vor dem Abendhimmel.Windräder drehen sich vor dem Abendhimmel.
Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Oldenburg. Herbststürme haben nach Angaben des Energieunternehmens EWE in vielen Fällen keine positiven Auswirkungen auf die Erzeugung von Windstrom.

„Die Rechnung - mehr Wind gleich mehr Strom und noch mehr Wind gleich noch mehr Strom - geht nicht auf“, sagte der Geschäftsführer der EWE Erneuerbare Energien GmbH, Georg Boie, der Deutschen Presse-Agentur. „Als Betreiber wünschen wir uns eher stetigen Wind mit einer Geschwindigkeit von zwölf Metern pro Sekunde.“ Dies reiche aus, damit die Anlage den maximalen Ertrag erreicht. Laut Beaufort-Skala entspricht dies Windstärke sechs und wird als starker Wind bezeichnet. Um einen Sturm handelt es sich ab Windstärke neun mit Windgeschwindigkeiten von rund 22 Metern pro Sekunde.

Ein lang anhaltender Sturm kann zwar dazu führen, dass die Anlagen über einen längeren Zeitraum mit voller Last laufen können. Aber: „Solche Stürme sorgen - vor allem nachts - häufig für zu viel Strom in den Netzen, so dass die Netzbetreiber regulierend eingreifen müssen. Dann wird die Anlage abgeschaltet“, erklärte Boie. Für den Betreiber gebe es aufgrund vertraglicher Regelungen meist trotzdem eine Vergütung, physikalisch werde dann aber kein Strom erzeugt.


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