Krankenhäuser Reimann erteilt Ruf nach Klinikzentralisierung eine Absage

Von dpa

Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) spricht bei einer Pressekonferenz.Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) spricht bei einer Pressekonferenz.
Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

Hannover. Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) hat der Forderung nach einer Konzentration der Krankenhauslandschaft in Niedersachsen eine Absage erteilt.

Gerade in der Corona-Krise habe sich der Vorteil und die Notwendigkeit eines flächendeckenden guten Krankenhausnetzes gezeigt, sagte Reimann am Freitag bei einem Gesundheitsforum in Hannover. Zwar höre sie den Ruf von Ökonomen und Krankenkassen nach einer Zentralisierung und Spezialisierung der Kliniken. „Der Ruf nach Zentralisierung stößt in einem Flächenland wie dem unseren an Grenzen.“

Es seien nicht nur die Großversorger und Zentralkliniken gewesen, die die Corona-Patienten behandelt hätten, gab die Ministerin zu bedenken. Außerdem hänge die Qualität eines Krankenhauses nicht allein von seiner Größe ab. Der flächendeckende Zugang zur Krankenhausversorgung sei ebenfalls ein Qualitätskriterium. Dennoch werde Niedersachsen die Förderung für die Krankenhäuser nicht nach dem Gießkannenprinzip vornehmen sondern auf die Zukunftsfähigkeit der Häuser setzen.


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