Verkehr Polizei sieht „Elterntaxis“ eher als Sicherheitsrisiko

Von dpa

Ein Transparent mit der Aufschrift „Elterntaxi Kinder“ ist am Zaun eines Schulgeländes befestigt.Ein Transparent mit der Aufschrift „Elterntaxi Kinder“ ist am Zaun eines Schulgeländes befestigt.
Holger Hollemann/dpa/Archivbild

Peine. Eltern, die ihre Kinder morgens mit dem Auto zu Schule bringen, tragen aus Sicht der Polizei nicht unbedingt zur Sicherheit bei.

Zwar wollten die Eltern ihre Kinder vor Gefahren schützen. Es komme aber oft unbewusst vor, dass sie dem morgendlichen Stress ausgesetzt seien, ihre Kinder rechtzeitig zur Schule zu bringen und selber pünktlich bei der Arbeit zu sein, warnte Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe in der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Samstag).

„Durch Elterntaxis erhöht sich der Verkehr vor den Schulen, es wird zu schnell und hektisch gefahren. Einige Eltern lassen ihre Kinder auf der falschen Seite aussteigen. Durch die haltenden Fahrzeuge entstehen Sichtbehinderungen“, zählte er die Risiken auf. Der Landkreis Peine hatte am Freitag mitgeteilt, dass er vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zur Entlastung der Busunternehmen Elterntaxis eine Kilometerpauschale von 30 Cent pro Kilometer und einfache Fahrt gewährt.

Um ein Verkehrschaos vor den Schulen zu vermeiden, bat der Kreis die Eltern aber, die Kinder im Umfeld der Schulen aussteigen zu lassen, möglichst nicht direkt davor. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass es sonst oftmals zu gefährlichen Verkehrssituationen kommen kann. Es sollte im Interesse aller Beteiligten sein, dies zu vermeiden“, mahnte Kreissprecher Fabian Laaß.


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