Gesundheit Keine Weihnachtsmärkte? Kommunen im Land suchen Alternativen

Von dpa

Ein Lebkuchenherz mit einem Tannenbaum und einem Weihnachtsmann hängt an einem Stand.Ein Lebkuchenherz mit einem Tannenbaum und einem Weihnachtsmann hängt an einem Stand.
David Schwarz/dpa/Symbolbild

Hannover. Nach dem Verbot von Großveranstaltungen bis Ende 2020 werden Weihnachtsmärkte in diesem Jahr nach Einschätzung des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes immer unwahrscheinlicher.

„Der Infektionsschutz und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gehen vor“, sagte Verbandssprecher Thorsten Bullerdiek am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Natürlich sind wir traurig, wenn Weihnachtsmärkte nicht stattfinden könnten.“ Man werde nun nach alternativen Konzepten suchen müssen, die auch wirtschaftlich seien.

Ob Weihnachtsmärkte trotz der Corona-Pandemie veranstaltet werden können, war in den vergangenen Wochen nach Angaben des Sprechers bereits mehrmals Thema bei Gesprächen unter den Kommunen. So habe es etwa in Hannover Überlegungen gegeben, die Buden auseinanderzuziehen. Notwendig seien nun Hilfen für die besonders betroffene Branche, betonte der Sprecher.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will später entscheiden, ob Karnevalsveranstaltungen und Weihnachtsmärkten zugelassen werden. Das werde und müsse heute nicht entschieden werden, sagte Merkel am Donnerstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Sachsen habe in der Runde darauf gedrängt, Weihnachtsmärkten zuzulassen, hieß es weiter - offensichtlich vor dem Hintergrund von Befürchtungen, der berühmte Dresdner Weihnachtsmarkt müsse abgesagt werden.


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