Fußball Auch TSV Havelse verzichtet im DFB-Pokal auf sein Heimrecht

Von dpa

Eine Reihe von Fußbällen auf dem Rasen.Eine Reihe von Fußbällen auf dem Rasen.
Jan Woitas/zb/dpa/Symbolbild

Garbsen. Fußball-Regionalligist TSV Havelse gibt sein Heimrecht in der ersten Runde des DFB-Pokals an seinen Bundesligagegner FSV Mainz 05 ab.

„Wir haben uns schweren Herzens so entschieden. Aufgrund der Auflagen, Regeln und der Kürze der Zeit war es für uns unmöglich, in Havelse zu spielen“, sagte der Trainer und Sportliche Leiter Jan Zimmermann dem „Sportbuzzer“ im Anschluss an eine Vorstandssitzung am Dienstagabend.

Der frühere Zweitligist hatte am Sonntag durch ein 4:1 beim BSV Rehden den Niedersachsen-Pokal gewonnen und sich dadurch für das Erstrundenspiel gegen Mainz qualifiziert. Angesetzt ist die erste Runde des DFB-Pokals für die Zeit vom 11. bis 14. September. Da wegen der Corona-Pandemie in Deutschland aktuell nur Spiele ohne Zuschauer oder vor einer stark begrenzten Anzahl von Fans stattfinden dürfen, haben sich bereits andere Amateurclubs wie Eintracht Norderstedt dazu entschieden, ihr Heimrecht mit dem Gegner zu tauschen.

Der TSV Havelse sei aufgrund des großen organisatorischen Aufwands mit diesem Wunsch an die Mainzer herangetreten, bestätigte der Sportchef der 05er, Rouven Schröder. „Aufgrund der Corona-Pandemie, den entsprechenden Verordnungen und dem Fehlen der Fans bei den Spielen ist dieser Pragmatismus aktuell leider unumgänglich. Als Fußballer blutet mir aber schon das Herz, denn gerade im Heimrecht der unterklassigen Klubs und in der besonderen Atmosphäre ihrer Stadien liegt ja eigentlich der spezielle Reiz des DFB-Pokals.“


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