Agrar Coronatests decken neue Infektionen in Schlachtbetrieb auf

Von dpa

Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten Corona-Test- Einrichtung gehalten.Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten Corona-Test- Einrichtung gehalten.
Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Großenkneten. Erneut sind in einem Schlachtbetrieb im Landkreis Oldenburg Corona-Infektionen bei Mitarbeitern festgestellt worden.

Wie der Landkreis am Mittwoch bekanntgab, habe es bei dem Schlachthof in Großenkneten unter mehr als 1000 Tests 20 Infektionen gegeben. 16 von den Betroffenen wohnen im Landkreis Oldenburg, je zwei in den Nachbarkreisen Cloppenburg und Vechta. Die Anzahl der Infektionen habe sich seit acht Tagen langsam aufgebaut und sei durch die andauernden Tests frühzeitig erkannt worden. Die Tests, die das Unternehmen selbst vorgenommen hat, gehen auf einen Erlass des Landes aus der vergangenen Woche zurück.

„Gemeinsam mit dem Unternehmen haben wir einen Schwerpunkt identifiziert, und der liegt in der Verpackung in der Spätschicht“, sagte der Erste Kreisrat Christian Wolf. Die 119 Mitarbeiter der Schicht seien sofort aus dem Betrieb genommen und in Quarantäne geschickt worden. Das Unternehmen lasse nun täglich die verbliebenen Mitarbeiter der Frühschicht und der Zerlegung auf Covid-19 testen. Durch das andauernde Testen seien die Infektionen schnell erkannt und eingegrenzt worden. Vermutlich haben sich die Mitarbeiter außerhalb des Betriebs im privaten Bereich angesteckt, so der Landkreis. Im Landkreis Oldenburg wurden im Juni bei einem Putenschlachthof in Wildeshausen 46 Mitarbeiter positiv auf Corona getestet. Der Betrieb wurde vorübergehend geschlossen.


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