Kultur Nur Kurzkonzerte, aber doppelt: 75. Sommerliche Musiktage

Von dpa

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, kommt zu einer Veranstaltung.Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, kommt zu einer Veranstaltung.
Julian Stratenschulte/dpa

Hitzacker (Elbe). Die Sommerlichen Musiktage Hitzacker haben am Samstag trotz der Corona-Pandemie ihre 75.

Saison eröffnet. Beim Eröffnungskonzert „Drei nach Drei“, das genau um 15.03 Uhr begann, erklangen Werke von Claude Debussy, Elliott Carter, Nadia Boulanger, Anton Webern und Arnold Schönberg. Zu einem Konzert am Samstagabend wurde auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erwartet. Die Sommerlichen Musiktage dauern bis zum 9. August. Das Festival in der Stadt an der Elbe wurde 1946 begründet.

Damit aber das nach Veranstalterangaben älteste deutsche Kammermusikfestival stattfinden kann, musste es komplett umgeplant werden. „Kultur wurde ausgeknipst - erstmals in der Geschichte!“, sagte Intendant Oliver Wille vor dem Festival. „Der Rückweg ist schwierig, auch anders, doch so unglaublich wichtig.“

Seit 22. Juni sind in Niedersachsen wieder Konzerte in geschlossenen Räumen für bis zu 250 Menschen erlaubt. Der Hauptkonzertsaal der Musiktage nimmt nun jeweils 150 Zuhörer auf, die rund um die Musiker platziert sind. „Nähe mit Abstand“ nennt Wille das Konzept. Die Konzerte sind kürzer und haben keine Pause, dafür werden sie fast alle zweimal gespielt. Die Musiker spielen in kleineren Besetzungen.

Beim Neuaufstellen des Programms sagten nach Willes Angaben viele Stars kurzfristig zu, so die Sopranistin Sarah Maria Sun und die Geigerin Patricia Kopatchinskaja.


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