Agrar Otte-Kinast will mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft

Von dpa

Barbara Otte-Kinast (CDU), Landwirtschaftsministerin Niedersachsen.Barbara Otte-Kinast (CDU), Landwirtschaftsministerin Niedersachsen.
Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

Königslutter am Elm. Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) möchte eine Landwirtschaft mit mehr Umweltschutz und gesellschaftlicher Akzeptanz erreichen.

Zugleich sollen Ertrag und Produktivität für die Landwirte gesichert bleiben, sagte die Ministerin bei der Vorstellung der niedersächsischen Ackerbaustrategie am Mittwoch in Königslutter. „Ich habe mir einen Gesellschaftsvertrag als Ziel gesetzt, um die Landwirtschaft und die Gesellschaft wieder miteinander zu vereinen.“ Dafür sollten konventionelle und ökologische Landwirtschaft stärker verzahnt werden, von einem radikalen Kurswechsel ist aber nicht die Rede.

Angestrebt ist, die Überdüngung und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu verringern, ohne dass die Produktivität leidet. Die Vielfalt der angebauten Sorten und die Biodiversität sollen vergrößert werden, die Landwirtschaft soll sich den Klimabedingungen anpassen. Die Weidehaltung von Tieren soll erhalten und unterstützt werden. Zur besseren Vernetzung zwischen Landwirtschaft, Gesellschaft und Politik werde ein Beirat am Ministerium eingerichtet, kündigte Otte-Kinast beim Besuch der Domäne Schickelsheim, einem Agrarforschungsstandort, an.

Die Grünen-Agrarexpertin im Landtag, Miriam Staudte, warf der Ministerin ein halbherziges Vorgehen gegen Überdüngung, Artensterben sowie die Folgen der Dürre für die Landwirtschaft vor. „Seit über einem Jahr redet Otte-Kinast von der niedersächsischen Ackerbaustrategie, ohne dass es bisher zu nennenswerten Ergebnissen oder auch nur zu belastbaren Planungen gekommen ist.“


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