Gewerkschaften Gewerkschaft: Rassismus-Studie für Polizei „überflüssig“

Von dpa

Dietmar Schilff, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, bei einer Diskussion.Dietmar Schilff, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, bei einer Diskussion.
Lucas Bäuml/dpa/Archivbild

Hannover. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Niedersachsen sieht keine Notwendigkeit für eine eigene Studie über Rassismus in der Polizei.

Darin sei man sich auch mit Innenminister Boris Pistorius (SPD) einig, sagte GdP-Chef Dietmar Schilff dem „Weser-Kurier“ (Mittwoch). „Wir haben keine Angst vor einer Studie, wir halten sie aber für überflüssig.“ Wie in jeder Berufsgruppe gebe es „Einzelfälle“, aber die Polizei habe kein allgemeines Problem mit Extremismus oder Rassismus. „Nach einer neuen Studie liegen die Einzelfälle in Niedersachsen weit unten im Promillebereich. Denen gehen Polizei und Justiz aber mit aller Härte nach.“

Laut Innenministerium wurden seit Anfang 2018 bei der niedersächsischen Polizei „weniger als 20“ Ermittlungsverfahren wegen Rechtsextremismus- beziehungsweise Rassismusverdachts eingeleitet. Nach Worten Schilffs will sich das Land aber mit dem „racial profiling“ auseinandersetzen. Das unterstütze die Gewerkschaft.


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