Fußball Experte: KfW-Kredite für Proficlubs kosten den Staat nichts

Von dpa

Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Rudolf Hickel.Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Rudolf Hickel.
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Berlin. Der Wirtschafts- und Finanzexperte Rudolf Hickel hält KfW-Darlehen für Fußball-Bundesligavereine für berechtigt.

Die Überbrückungskredite mit staatlicher Förderung müssten kommen, erklärte der langjährige Direktor des Instituts Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen in einer Kolumne des „Weser-Kurier“ (Mittwoch).

Der SV Werder und auch die anderen Vereine, die einen Hilfskredit bei der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt hätten in der Corona-Krise, seien durch Einnahmeverluste unverschuldet in Schwierigkeiten geraten, schrieb Hickel. Einem mittelständischen Unternehmen wie Bundesligist Bremen könnte „die Pleite drohen“. „Die Kosten der Schließung des Profifußballs an der Weser wären gegenüber der preiswerten Kredithilfe gigantisch“, erklärte der 78-Jährige.

Laut Hickel werden die KfW-Darlehen für Profivereine „den Staat letztlich nichts kosten“. Der beantragte Kredit zum Beispiel von Werder Bremen, der nach Angaben des „Weser-Kurier“ bei 15 Millionen Euro liegen soll, werde nach tilgungsfreien Jahren in den nachfolgenden Jahren zurückbezahlt. „Da der SVW die Finanzkrise überstehen wird, kostet das den Staat nichts. Die staatliche Risikoübernahme sowie der angemessene Zinssatz, den Werder bezahlt, ist für die Banken ein gutes Geschäft“, erklärte Hickel.


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