Tourismus Schlafstrandkörbe auch während Corona beliebt

Von dpa

Elli und Sascha aus Bremen sitzen an der „Weißen Düne“ in einem Schlafstrandkorb.Elli und Sascha aus Bremen sitzen an der „Weißen Düne“ in einem Schlafstrandkorb.
Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild

Norderney. Wer eine romantische Nacht direkt am Strand verbringen will und das vor Sand und Regen geschützt, kann in einen Schlafstrandkorb ziehen. Die wenigen, die es in Niedersachsen gibt, sind begehrt.

Übernachten allein direkt am Strand - auch in der Corona-Krise ist die Nachfrage nach speziellen Strandkörben zum Schlafen hoch. „Das ist Urlaub mit Abstand - da ist man gefühlt noch mehr für sich als in einer Ferienwohnung“, sagte Jennifer Renner von der Tourismus-Organisation Die Nordsee. Die beiden Schlafstrandkörbe in Otterndorf bei Cuxhaven etwa seien für den kompletten August ausgebucht. „Dieses Jahr kommen mehr Buchungen rein, weil viele Menschen in Deutschland Urlaub machen. Und sie sind frühzeitiger weg als sonst“, sagte Christina Crohn von Fredebohm Touristik.

Seit einigen Jahren gibt es an der niedersächsischen Küste vereinzelt die Möglichkeit, direkt am Strand unter Sternenhimmel zu schlafen. Schlafstrandkörbe gibt es auch in Esens-Bensersiel, Varel-Dangast, Wangerland-Schillig und auf den Inseln Wangerooge und Norderney. „Die Gäste, die ohnehin schon eine Ferienwohnung oder ein Hotel auf der Insel haben, sagen: Eine Nacht am Strand gönnen wir uns mal“, erzählte Wolfgang Lübben von der Norderneyer Tourismusorganisation.

Sascha Kramer verbrachte mit seiner Freundin ein ganzes Wochenende am Strand. „Am Abend ist da keine Menschenseele mehr. Dazu das Meeresrauschen und der Blick auf den Sonnenuntergang“, erzählt der 35-jährige Bremer. Der Preis für eine Nacht in der 1,30 Meter breiten Dünenkoje liegt bei 89 Euro. Die zwei Körbe an der Weißen Düne waren laut Lübben in den vergangenen Jahren so gut nachgefragt, dass es - wie an anderen Standorten auch - Überlegungen gab, mehr aufzustellen.


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