Terrorismus Urteil gegen mutmaßliche Terrorwerberin früher als geplant

Von dpa

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand.Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand.
David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Celle. Im Prozess gegen eine IS-Sympathisantin aus Vechta, die für die Terrormiliz Frauen zur Heirat mit Kämpfern angeworben haben soll, wird das Urteil früher als zunächst geplant erwartet.

Die Plädoyers sind für den 20. und das Urteil für den 24. August vorgesehen, teilte das Oberlandesgericht Celle am Montag mit. Ursprünglich sollte der Prozess gegen die 30-Jährige noch zwei Monate länger laufen. Die Deutsch-Syrerin muss sich seit Anfang Juli wegen Unterstützung der Miliz Islamischer Staat vor dem Oberlandesgericht verantworten. (Az.: 5 StS 1/20)

Als Teil eines Netzwerks radikalisierter Frauen soll die Angeklagte nach ihrer Ausreise nach Syrien 2014 von dort aus weitere Frauen in Deutschland für den IS gewonnen, deren Heirat mit Kämpfern organisiert und sie in die Aktivitäten der Miliz eingegliedert haben. Zu Prozessauftakt hatte die Angeklagte ein Teilgeständnis abgelegt. Sie bereue inzwischen die Ausreise zum IS und distanziere sich von der Miliz, hatte sie erklärt.

Der Bundesgerichtshof hatte eine Entlassung der Angeklagten aus der Untersuchungshaft kürzlich abgelehnt. Wegen der Schwere der Vorwürfe habe die 30-Jährige mit einer empfindlichen Haftstrafe zu rechnen. Zudem bestehe Fluchtgefahr.


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