Auto In Corona-Zeiten fallen weniger Autoreparaturen an

Von dpa

Ein Auszubildender zum KfZ-Mechatroniker rollt einen Reifen durch eine Werkstatt.Ein Auszubildender zum KfZ-Mechatroniker rollt einen Reifen durch eine Werkstatt.
Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

Burgwedel. Weil in Corona-Zeiten viele Menschen weniger Auto fahren, haben die Werkstätten in Niedersachsen und Bremen weniger zu reparieren.

Die Kfz-Werkstätten seien derzeit nur zu 60 bis 80 Prozent ausgelastet, teilte der Landesverband des Kfz-Gewerbes Niedersachsen-Bremen in Großburgwedel mit. Dabei gebe es Unterschiede zwischen den Vertragswerkstätten einzelner Automarken und auch zu den freien Betrieben. Aber insgesamt werde es schwierig sein, die Durchschnittsauslastung von 85 Prozent aus dem Vorjahr zu erreichen.

„Im Werkstattgeschäft fehlen vor allem die Aufträge Karosserie und Lack, denn die Unfallzahlen sind in den Monaten März, April und Mai im Jahresvergleich gesunken“, teilte der Verband der dpa mit. „Auch die Impulse durch die Urlaubsinspektionen fehlen teilweise.“ Die Branche hoffe auf ein besseres zweites Halbjahr.

„Wenn weniger gefahren wird, verschieben sich die Wartungsintervalle, und es gibt weniger Reparaturen“, sagte auch der Leiter einer VW-Werkstatt bei Hannover. „Auch die Unfallschäden nahmen stark ab aufgrund der deutlich geringeren Verkehrsdichte. Für uns hat das einen starken Rückgang der Auftragslage bedeutet. Zwischenzeitlich waren es 30 Prozent weniger, wobei sich die Lage jetzt aber erholt.“

Besonders schlecht lief es für das niedersächsische Kfz-Gewerbe mit dem Verkauf von Neuwagen. Im ersten Halbjahr habe es einen Rückgang um 32,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gegeben. „Positiver sieht es im Geschäft mit Gebrauchtwagen aus“, teilte der Verband mit. Dort liege das Halbjahres-Ergebnis 7,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau.


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