Agrar Endspurt für Kirschernte im Alten Land

Von dpa

Ein Obstbauer hält reife Kirschen in der Hand.Ein Obstbauer hält reife Kirschen in der Hand.
Nicolas Armer/dpa/Archivbild

Jork. Im Alten Land geht die Hochsaison der Kirschernte allmählich dem Ende zu.

Noch ist die Zeit der „Knubberkirschen“ und der Hauptsorten „Kordia“ und „Regina“. „Wir haben noch eine Woche auf extrem hohem Niveau“, sagte der stellvertretende Leiter der zur Landwirtschaftskammer Niedersachsen gehörenden Obstbauversuchsanstalt in Jork, Matthias Görgens. Er schätzte, dass in diesem Jahr 5000 bis 6000 Tonnen Süßkirschen in Niedersachsen, vorwiegend im Alten Land, geerntet werden. „Knubberkirsche“ ist im Handel ein Synonym für späte Kirschsorten mit festem, saftigem Fruchtfleisch.

Viele Kirschen im Freiland platzten auch dieses Jahr durch Regen. Die Abdeckung mit Foliendächern liegt aus diesem Grund im Alten Land - einem der größten zusammenhängenden Obstanbaugebiete Nordeuropas - im Trend. An der Elbe stehen auf rund 500 Hektar Süßkirschen. Davon seien bereits knapp 300 Hektar überdacht, so Görgens. Die Kirschen können unter dem Dach voll ausreifen, sie lagern mehr Zucker ein und werden dadurch noch schmackhafter, glänzender und größer. Allerdings kostet ein solcher Schutz 100 000 Euro pro Hektar. Insgesamt stehen auf fast fünf Prozent der Obstanbaufläche an der Niederelbe Süßkirschbäume.


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