Kriminalität Bande soll in mehreren Bundesländern Reifen gestohlen haben

Von dpa

Vor dem Landgericht hält eine Statue der Justitia eine Waagschale.Vor dem Landgericht hält eine Statue der Justitia eine Waagschale.
Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Oldenburg. Eine mutmaßliche Diebesbande ist nach Erkenntnissen der Oldenburger Staatsanwaltschaft für Einbrüche bei Autohäusern in mehreren Bundesländern verantwortlich.

Demnach soll die Gruppe aus vier Männern und zwei Frauen hochwertige Neufahrzeuge, die auf den Grundstücken der Autohäuser standen, aufgebrochen und aufgebockt haben, um Reifen samt Felgen zu stehlen. Das Diebesgut verkaufte sie laut Anklage an einen Hehler, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Die Anklage wirft der Gruppe Bandendiebstahl in 24 Fällen vor - die Taten geschahen demnach an Orten in Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Nordrhein-Westfalen.

An den Autos sollen teils enorme wirtschaftliche Schäden entstanden sein. Den Wert des Diebesguts schätzen die Ermittler auf eine Summe im mittleren sechsstelligen Bereich. Den Ermittlungen zufolge lagerte die Bande die Reifen und Felgen überwiegend in einer Garage in Hamburg. „Die Angeschuldigten ließen sich auch nicht von bereits gegen sie geführten und ihnen bekannten polizeilichen Ermittlungen von weiteren Taten abschrecken“, so der Sprecher.

Die Beschuldigten sind miteinander verwandt oder verschwägert. Die Männer im Alter von 27, 29, 30 und 50 Jahren sitzen in Untersuchungshaft. Die Frauen im Alter 22 und 55 Jahren sind auf freiem Fuß, da die Ermittler ihnen eine eher untergeordnete Rolle bei der Tatbegehung zuschreiben. Über die Eröffnung des Gerichtsverfahrens wird das Landgericht Oldenburg entscheiden.


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