Umwelt Nordseeküste: Ursache für Fischsterben bleibt rätselhaft

Von dpa

Heringe liegen im Hafen in einer Fisch-Kiste. SymbolbildHeringe liegen im Hafen in einer Fisch-Kiste. Symbolbild
Stefan Sauer/zb/dpa/Symbolbild

Husum. Die Ursache für das Fischsterben an der Nordseeküste von Schleswig-Holstein und Niedersachsen und in der Elbe ist weiter unklar.

Patrick Tiede vom Umweltministerium in Kiel sagte am Mittwoch, die Gründe seien weiter unklar. Zusammen mit den zuständigen Behörden werde versucht, die Ursache so schnell wie möglich herauszufinden. „Zurzeit werden im Husumer Hafen und am Büsumer Hafen Proben von lebenden Fischen genommen, um sie auf verschiedene Parameter zu untersuchen.“ Ergebnisse werden in den nächsten Tagen zu erwarten sein.

An der Nordseeküste waren in den vergangenen Tagen an mehreren Orten hunderte tote Fische angeschwemmt worden. Zur Menge der toten Fische gab es laut Kieler Umweltministerium bislang keine Erkenntnisse.

Umweltschützer hatten wegen des Fischsterbens die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. BUND, Nabu und WWF stellten Strafanzeige gegen Unbekannt, teilte der Nabu-Landesverband Hamburg auf seiner Homepage mit. Anwohner würden vermuten, dass die Baggerarbeiten für die Elbvertiefung Auslöser des massenhaften Fischtods seien. Aber auch der WWF bleibt vorsichtig. „Natürlich sind von Menschen gemachte Ursachen denkbar, aber sie müssen es nicht sein. Das ist in diesem Stadium ganz schwer zu beurteilen“, erklärte WWF-Wattenmeer-Experte Hans-Ulrich Rösner.


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