Gesundheit Bericht: Blutkonserven werden laut DRK knapp

Von dpa

Das Logo des Deutschen Roten Kreuzes. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/ArchivbildDas Logo des Deutschen Roten Kreuzes. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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Hannover. Die Corona-Krise führt zu einem Engpass an Blutkonserven in Kliniken und großen Arztpraxen.

Voraussichtlich könnten erst im Juni wieder ausreichend Spenden-Termine angeboten werden, um die Regelversorgung sicherzustellen, heißt es in einem Schreiben des DRK-Blutspendedienstes der Landesverbände in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Oldenburg und Bremen (NSTOB), wie die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet. Laut einem NSTOB-Sprecher finden in Spendelokalen mit sonst acht Liegen wegen der geforderten Abstände nur vier Liegen Platz. Manche Lokale seien so eng, dass sie gar nicht zur Verfügung stünden.

In dem Schreiben, das an 330 Einrichtungen ging, wird demnach um Verständnis geworben, dass die Nachfrage nach Blutkonserven derzeit „nur in begrenztem Maß“ bedient werden könne. Aus vielen Krankenhäusern, heißt es in dem Brief, gebe es Anfragen, „die weit über das übliche Maß hinausgehen“.

Der Chefarzt des Instituts für Klinische Transfusionsmedizin am Klinikum Braunschweig, Henk Garritsen, sagte der Zeitung: „Momentan erhalten wir etwa 40 Prozent der angeforderten Menge.“ Man stehe im Austausch mit anderen Kliniken, um die Verschiebung von Operationen zu vermeiden.


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