Glücksspiele Zahlungen von Finanzdienstleister bei Glücksspiel verboten

Von dpa

Boris Pistorius (SPD), Niedersachsens Innenminister, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Julian Stratenschulte/dpaBoris Pistorius (SPD), Niedersachsens Innenminister, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Julian Stratenschulte/dpa

Hannover. Das niedersächsische Innenministerium hat erneut einem Zahlungsdienstleister Geschäfte in Zusammenhang mit illegalem Glücksspiel verboten.

Die Verfügung gelte bundesweit, teilte das Ministerium in Hannover am Montag mit. Es ist als Glücksspielaufsichtsbehörde zuständig für ganz Deutschland. Bereits im Juni 2019 hatte es eine erste Untersagungsverfügung gegenüber einem Unternehmen aus der Finanzbranche erlassen. Den Namen des Anbieters nannte das Ministerium aus juristischen Gründen nicht.

„Nach wie vor erwarten wir von den Unternehmen der Finanzbranche, dass sie ihrer Verantwortung gerecht werden und die Zusammenarbeit mit Unternehmen, die illegales Glücksspiel betreiben, kritisch überprüfen und notfalls sofort beenden“, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD). „Sie sind gesetzlich verpflichtet, Zahlungen im Zusammenhang mit unerlaubtem Glücksspiel zu unterlassen – tun sie dies nicht, werden wir tätig.“

Das Anbieten von Glücksspielen im Internet ist in Deutschland nach dem aktuellen Glücksspielstaatsvertrag verboten. Ausnahmen gelten nur für den Vertrieb der staatlichen Lotterieprodukte, für Sportwetten und – aufgrund einer landesrechtlichen Sonderregelung – in Schleswig-Holstein. Hintergrund ist die hohe Sucht- Manipulations- und Geldwäschegefahr bei Online-Casinos.


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