Kommunen Klopapier-Alternativen: Probleme für Abwasserentsorger

Von dpa

Ein Mann trägt eingekauftes Toilettenpapier aus einem Supermarkt. Foto: Rene Traut/dpa/ArchivbildEin Mann trägt eingekauftes Toilettenpapier aus einem Supermarkt. Foto: Rene Traut/dpa/Archivbild

Neustadt am Rübenberge. Dass in Zeiten des Klopapiermangels immer mehr Menschen Küchenpapier oder Feuchttücher für das stille Örtchen benutzen, bereitet niedersächsischen Abwasserentsorgern Probleme.

„Das ist nicht witzig“, sagte eine Sprecherin der Stadt Neustadt am Rübenberge (Region Hannover) am Donnerstag. Immer mehr synthetische Feuchttücher landeten in den Toiletten und würden die Laufräder der Pumpwerke verstopfen. Auch die Stadtentwässerung Braunschweig verzeichnete mehr Taschentücher oder Küchenpapier im Abwasser. Dieses „nassfeste Papier“ führe jedoch zu Verstopfungen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

In Ottersberg (Landkreis Verden) hatte die Verwaltung schon vergangene Woche Fotos von verstopften Rechen in der Kläranlage veröffentlicht und die Bevölkerung eindringlich darum gebeten, Feuchttücher im Hausmüll zu entsorgen. „Das Problem besteht nach wie vor“, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Kommunen wie Osnabrück oder Hannover meldeten noch keine Schwierigkeiten. Das könnte sich aber ändern, sollte künftig mehr Müll in den Kloschüsseln landen, wie eine Sprecherin der Stadt Hannover sagte. Als kostensparende und hygienische Alternativen zum Toilettenpapier empfehle sie Waschlappen oder eine Dusche.


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