Bahn Bahnausbau von Oldenburg nach Wilhelmshaven auf Zielgerade

Von dpa

Blick auf den Gleise. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/ArchivbildBlick auf den Gleise. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild
Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild

Rastede. Der aufwendige Ausbau der Bahnstrecke von Oldenburg nach Wilhelmshaven geht auf die Zielgerade.

Für die Arbeiten auf dem letzten Abschnitt von Oldenburg nach Rastede gab die Bahn am Freitag das Startsignal. „Der Ausbau der Strecke Oldenburg- Wilhelmshaven macht den Klimaschutz ganz konkret, denn hier stärken wir den Güterverkehr auf der Schiene“, sagte DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. Der Ausbau dient der besseren Erreichbarkeit des Jadeweserports für Güterzüge. Mit den nun anlaufenden Arbeiten kann die zweigleisige Elektrifizierung der Verbindung abgeschlossen werden.

Davon profitiert auch der Personenverkehr. „Im Deutschlandtakt ist vorgesehen, dass moderne Elektrotriebwagen alle 30 Minuten mit einem Tempo von bis zu 120 Kilometern pro Stunde zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven verkehren“, sagte der Berliner Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann (CDU). „Vom Taktknoten im Oldenburger Hauptbahnhof geht es dann jeweils zur vollen und halben Stunde in alle Richtungen.“ Geplant ist ein durchgehender Regionalexpress von Wilhelmshaven nach Hannover. Außerdem sollen künftig von Oldenburg nach Osnabrück die Züge alle 30 Minuten fahren, dafür muss aber in diesen derzeit eingleisigen Abschnitt zuvor noch investiert werden.

In den bereits seit vielen Jahren geforderten Ausbau der Strecke nach Wilhelmshaven werden 885 Millionen Euro investiert. Bis Ende 2022 sollen alle Arbeiten einschließlich der Elektrifizierung beendet sein. Oldenburg hatte erfolglos gegen die letzte Bauetappe geklagt, um eine Umfahrungsstrecke auf dem Stadtgebiet durchzusetzen. Allerdings werden nun rund 16 Kilometer Lärmschutzwände errichtet, um Anwohner vor Belästigungen zu schützen. Rund 2000 Häuser erhalten zusätzlichen Schallschutz.


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