Trockenheit, Stürme und Borkenkäfer Große Schäden in Niedersachsens Wäldern

Von dpa

Die Beseitigung von Waldschäden nach dem Sturmtief "Sabine" sind im Harz in vollem Gange. Foto: Swen Pförtner/dpa/ArchivbildDie Beseitigung von Waldschäden nach dem Sturmtief "Sabine" sind im Harz in vollem Gange. Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild
Swen Pförtner/dpa/Archivbild

Berlin. Trockenheit, Stürme und Käfer haben in Niedersachsens Wäldern große Schäden angerichtet.

Mehr als 26 000 Hektar Wald müssen aufgeforstet werden - nur in Nordrhein-Westfalen und Thüringen ist eine noch größere Fläche betroffen, wie aus neuen Daten des Bundesagrarministeriums vom Mittwoch hervorgeht. Rund 60 Prozent der Schadflächen im Land sind nicht in öffentlicher Hand.

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In Bezug auf die Menge des Schadholzes liegt Niedersachsen auf Platz fünf der am stärksten betroffenen Länder. Anhand von Daten für 2018 und 2019 sowie Schätzungen für 2020 ist von mehr als 13 Millionen Kubikmetern Schadholz auszugehen. Der Zwei-Städte-Staat Bremen ist den Angaben zufolge als einziges Land gar nicht betroffen.

Millionenhilfen besiegelt

Bundesweit sind die Schäden größer als bisher angenommen. Statt der zuvor ermittelten 180 000 Hektar Land mit Waldschäden sei nun von 245 000 Hektar auszugehen. Bund und Länder haben bereits Millionenhilfen besiegelt, um die Wälder aufzuforsten und besser für den Klimawandel zu wappnen. Für die kommenden vier Jahre stehen dafür knapp 800 Millionen Euro zusätzlich bereit. Davon kommen rund 480 Millionen Euro vom Bund, den Rest sollen die Länder beisteuern.

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